Hillary Clinton vergleicht Putins Strategie mit Hitlers Taktik

6. März 2014 - 09:11 - keine Kommentare

Hillary Clinton

Hillary Clinton

Mit einem Vergleich zwischen der aktuellen Politik Vladimir Putins in Bezug auf den russischen Einsatz auf der Krim mit der politischen Taktik Hitlers in den 1930ern Bezug auf im Ausland lebende Deutsche, hat die Ex-Außenministerin der USA, Hillary Clinton, Aufmerksamkeit erregt.

Hillary Clinton warnt vor Re-Sowjetisierung Russlands und vergleicht Putins Strategie mit der Hitlers in den 30er Jahren: Die Taktik des russischen Präsidenten, seine Handlungen mit dem Schutz von Russen in den Ex-Sowjet-Gebieten zu rechtfertigen, erinnert die ehemalige US-Außenministerin an den Beginn der expansiven Politik der Nazis, die den Schutz von gebürtigen Deutschen in der Tschechoslowakei  und Rumänien ebenfalls als Vorwand nahm, wie sie auf einer Spendengala laut Medienberichten gesagt haben soll. Die „Irrationalität“ Hitlers will sie jedoch bei Putin nicht sehen – dafür hat sie ihn am Tag nach der Gala bei einer universitären Veranstaltung den obersten Mann Russlands als „harten Kerl mit dünner Haut“ bezeichnet.

Putin-Hitler-Vergleich von Hillary Clinton: Ex-Außenministerin stellt Aussagen klar

Hitler-Vergleiche sind bei Politikern ebenso beliebt wie in der Regel unsinnig und nicht effektiv. Auch Hillary Clinton wurde für ihre Aussage von den Medien gerügt, konnte sie aber klarstellen und in die gemeinte Perspektive rücken: Sie plädierte für eine historische Sicht und dafür, aus der politischen Taktik von damals zu lernen, bevor die Entwicklungen in Russland und den ehemaligen Teilen der Sowjetunion rückgängig gemacht würde. Besonders konservative Politiker, wie der Senator und Ex-Präsidentschaftskandidat John McCain, und Medienvertreter begrüßten die Aussage der Ex-Außenministerin, die von sich selbst sagt, viel Erfahrung im Umgang gerade mit Putin zu besitzen.

Der politische Vergleich mit geschichtlichem Fokus ist dabei auch nicht vollständig auf Russland ausgerichtet – vielmehr scheint Clinton laut den Überlegungen von Journalisten sich mit den markigen Worten in erste Linie an den amtierenden Präsidenten Barack Obama zu wenden: Seine zurückhaltende Politik gegenüber Russlands Handlungen auf der Krim Halbinsel haben in den USA die Theorie aufkommen lassen, der Präsident habe dadurch Putins Vorgehensweise gefördert, zumal Obama selbst kaum Stellung zu den Vorgängen bezieht.

Außenminister scheitern bei diplomatischer Lösung zwischen Russland und der Ukraine

Stattdessen ist Außenminister John Kerry in Paris gemeinsam mit den EU-Vertretern bei Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland diplomatisch gescheitert: Auch nach mehrstündigen Gesprächen war es nicht gelungen, den russischen Außenminister Sergej Lawrow zu einem Treffen mit seinem neuen Amtskollegen aus Kiew zu bewegen.

Hillary Clinton setzt mit den nur bedingt öffentlichen Aussagen die Kritik an Obamas Außenpolitik fort, die sie bereits 2008 äußerte, als sie noch die demokratische Gegenkandidatin im Rennen um das Weiße Haus war. Auch für das Jahr 2016 wird mit einer Kandidatur Clintons für das Amt der ersten weiblichen Präsidentin der USA gerechnet – die demonstrierte Härte in ihren aktuellen Aussagen wird daher auch von den Medien als Zeichen eines Schattenwahlkampfes gewertet.

Bild:Hillary Clinton von Veni Markowski, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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