Stiftung Warentest bemängelt Sicherheit bei WhatsApp

28. Februar 2014 - 10:59 - keine Kommentare

Smartphone Messenger Apps sind praktisch, um kostengünstig Kurznachrichten zu versenden: Während bei SMS zusätzliche Kosten anfallen, werden bei WhatsApp, Line oder Threema bestehende Internetverbindungen genutzt. Die Stiftung Warentest hat nun die Sicherheit von fünf Instant Messengern getestet, mit erschreckendem Gesamturteil.

WhatsApp ist der bekannteste Instant Messenger – kaum ein Smartphone, auf dem die Internet-Kurznachrichten-App nicht installiert ist. Doch schon seit langem steht die Sicherheit der Anwendung im Fokus, da immer wieder Lücken entdeckt werden und der Datenschutz zu wünschen übrig lässt. Die Stiftung Warentest hat sich der App nun angenommen und dabei auch vier Alternativen geprüft. Doch von keiner waren die Tester wirklich überzeugt, die Sicherheitsbedenken sind in den meisten Fällen hoch. Ausgangspunkt für die Testreihe ist der Verkauf von WhatsApp an Facebook und das mit dem Social Network verbundene Misstrauen gegenüber der Offenlegung von Daten vieler User, die daraufhin zu konkurrierenden Anwendungen abwandern.

Stiftung Warentest prüft WhatsApp, Threema und andere Instant Messenger

Die Stiftung Warentest hat bei der Überprüfung von WhatsApp, Threema, Telegram, Blackberry Messenger und Line für Android-Handys und iOS-Geräte nicht auf die Funktionen oder das Desing geachtet, sondern sich ausschließlich auf Datenschutz-Belange beschränkt. Hierbei stellen die Prüfer fest, dass lediglich eine der Instant-Messenger-Apps als „unkritisch“ bezeichnet werden kann: Threema soll durch den Einsatz einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kaum Nutzerdaten übertragen.

Um einiges schlechter fielen die Bewertungen der anderen Testteilnehmer aus: WhatsApp, der Blackberry Messenger und Line wurden jeweils als „sehr kritisch“ deklariert, da bei allen entweder einige oder alle Daten unverschlüsselt übertragen werden oder zumindest die Anbieter mitlesen können. Auch die AGB der Kurznachrichten-Apps wurden vielfach bemängelt. Dafür ist neben Threema einzig noch Telegram mit einer leicht besseren Bewertung bedacht worden – als „kritisch“ bezeichnen die Tester die Anwendung, in der vorher bestimmt werden muss, welche Gespräche einsehbar sind.

Internet-Kurznachrichten-Apps im Test: Schlechtes Ergebnis für Datenschutz und Sicherheit

Im Messenger-Test wurde auch die Quelloffenheit und die allgemeine Transparenz der Anwendungen betrachtet. Es wurde darauf hingewiesen, dass in manchen Fällen die Tests zwar erkennen konnten, welche Daten verschlüsselt und welche unverschlüsselt gesendet wurden, eine komplette Analyse jedoch nicht abgeschlossen werden konnte.

Besonders bemängelte die Stiftung Warentest, dass die durch Instant Messenger gesammelten Daten bei einem Verkauf wie jüngst bei WhatsApp auch an die neuen Eigentümer weitergereicht werden könnten – somit sei der Datenschutz bei der Weitergabe an Dritte nicht im vollen Umfang gewährleistet.

Bild:WhatsApp von raramaurina, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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