Griechenland: EU-Währungskommissar Olli Rehn lehnt weitere Hilfen ab

16. Februar 2014 - 08:41 - keine Kommentare

Die Hoffnungen auf Zinserleichterungen oder eine Verlängerung von Kreditlaufzeiten muss Griechenland zunächst erst einmal begraben. Wie EU-Währungskommissar Olli Rehn sind bis zur Europawahl im Mai keine weiteren Hilfen für das Mittelmeerland geplant, zudem äußerte der Finne Kritik an der griechischen Regierung, deren “Reformeifer erlahme”.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras optimistisch für das Jahr 2014 geäußert. Das Thema “Euro-Austritt” sei endgültig vom, denn der wirtschaftliche Fortschritt des Landes sei deutlich erkennbar nach sechs Jahren der Rezession. Gegenteilig wirken dann die Aussagen von Finanzminister Giannis Stournaras, der für die zweite Jahreshälfte ein neues Finanzloch von elf Milliarden Euro prognostiziert. Die Hoffnungen, wonach Griechenland das Schlimmste überstanden hätte, erfüllen sich bislang für die Geldgeber nicht.

EU-Währungskommissar Olli Rehn lehnt weitere Hilfen ab

Dennoch muss Griechenland vorerst auf weitere Hilfen von Seiten der EU auskommen. Angestrebte Zinserleichterungen oder eine Verlängerung von Kreditlaufzeiten würde es vor der Europawahl im Mai diesen Jahres nicht geben, ließ EU-Währungskommissar Olli Rehn in diesem Zusammenhang verlauten. Über entsprechende Maßnahmen werde erst im Sommer wieder beraten, sagte der Finne und äußerte in diesem Zusammenhang Kritik an der griechischen Regierung. Deren “Reformeifer erlahme” und die EU sei bestrebt das Land zu ermuntern mehr zu investieren. “Stärkeres und nachhaltiges Wirtschaftswachstum hilft den griechischen Bürgern am meisten” seien die Basis für einen nachhaltigen Erfolg.

Bild: Olli Rehn von Πρωθυπουργός της Ελλάδας, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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