Hans-Peter Friedrich: Rücktritt im Fall eines Ermittlungsverfahren

14. Februar 2014 - 12:00 - keine Kommentare

Der Fall des zurückgetretenen SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy hat am gestrigen Donnerstag eine überraschende Wendung genommen. Im Mittelpunkt steht plötzlich Bundesminister Hans-Peter Friedrich, der in seiner Funktion als Innenminister vertrauliche Informationen weitergegeben haben soll. Vor der Presse stellt Friedrich klar, dass im Fall eines Ermittlungsverfahrens er seinen Rücktritt einreichen wird.

Unter der Woche hatte der Fall des zurückgetretenen SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy für erhebliche Schlagzeilen gesorgt. Untersuchungen seiner privaten Wohnräume durch die Staatsanwaltung und der mögliche Verdacht vom Besitz möglicher Kinderpornografie wurden medial aufgearbeitet. Inzwischen haben die Ermittlungen aber eine gewisse Wende erhalten, denn nun rückt Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich in den Fokus der Staatsanwaltschaft.

Hans-Peter Friedrich: Rücktritt im Fall eines Ermittlungsverfahren

Dieser soll in seiner Funktion als Bundesinnenminister die SPD-Parteispitze um Sigmar Gabriel informiert haben, dass ein Verdacht gegen Sebastian Edathy im Ausland bestehe und mögliche Ermittlungen eingeleitet werden. Durch die Weitergabe dieser vertraulichen Informationen könnte die Arbeit der Ermittler beeinträchtigt worden sein. Am heutigen Vormittag kam deshalb die CSU-Spitze zusammen, um über die Zukunft von Friedrich zu beraten. Nach den Gesprächen ließ Hans-Peter Friedrich verlauten: “Ich war davon überzeugt, dass ich politisch wie rechtlich richtig gehandelt habe. Sollte die Staatsanwaltschaft zu anderen Ergebnissen kommen und ein Ermittlungsverfahren aufnehmen, werde ich mein Amt zur Verfügung stellen.”

Bild:Hans-Peter Friedrich von blu-news.org, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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