Kampf der Titanen auf Vox

6. Februar 2014 - 19:48 - keine Kommentare

Auf Vox tobt der „Kampf der Titanen“: Der starbesetzte Sandalen-Film ist gleichsam ein Remake des 1981er Fantasy-Spektakels und eine Neudeutung verschiedener Geschichten der griechischen Mythologie, der zwar bildgewaltig, dafür aber auch ohne nennenswerten Bezug zu beiden Vorlagen umgesetzt wurde.

Perseus (Sam Worthington) ist der Sohn von Zeus (Liam Neeson), doch wurde er mit seiner Mutter Danaë ausgesetzt und bei Menschen aufgezogen. Er gerät in eine Auseinandersetzung zwischen den Menschen der Stadt Argos und seinem Vater, da dieser sie strafen will, denn sie beten ihn nicht mehr an. Zeus schickt seinen Bruder Hades (Ralph Fiennes), der die Stadt durch ein Kraken-Monster vernichten will, wenn nicht innerhalb von zehn Tagen die Tochter der Königin Cassiopeia (Polly Walker), Andromeda (Alexa Davalos), geopfert werde. Perseus macht sich auf, um eine Möglichkeit zu finden, das Meeresungetüm zu besiegen.

Kampf der Titanen: Sandalenfilm-Remake auf Vox

Auf seiner Reise trifft er die Halbgöttin Io (Gemma Aterton), diverse Götter und Göttinnen (Izabella Miko, Danny Huston, Agyness Deyn, Luke Evans), das fliegende Pferd Pegasus, die Medusa (Natalia Vodianova), Riesen-Skorpione und anderes mythologisches Volk, das mit den eigentlichen Geschichten der griechischen Sagen und Legenden nicht viel zu tun hat. Auch Mads Mikkelsen und Pete Postlethwaite treten in Nebenrollen auf.

Der französische Regisseur Louis Leterrier hat sich alle Mühe gegeben, beim „Kampf der Titanen“ die ganze Rechenleistung der Computer auszunutzen, um daraus eine epische Fantasy-Welt mit erstaunlichen Effekten, actionreichen Kämpfen und animierten Monstern zu schaffen – leider ist dabei die Charakterzeichnung, die Handlung und die Annäherung an das Original aus dem Jahr 1981 oder einfach nur die griechische Mythologie auf der Strecke geblieben.

Enorm erfolgreich und nicht ohne Makel: Fantasy-Film basierend auf den griechischen Mythen

Von der Kritik wurde der „Kampf der Titanen“ förmlich in der Luft zerrissen: Ohne den Charme des Originals, an dem noch Stop-Motion-Altmeister Ray Harryhausen beteiligt war, mit Wendungen und Geschichtsabschnitten ausgestattet, die der griechischen Sagenwelt direkt wiedersprechen und mit langweiligen bis zweidimensionalen Figuren bevölkert, wurde nicht einmal die 3D-Konvertierung, die es 2010 im Kino zu sehen gab, die aber bei der Fernsehausstrahlung fallengelassen wurde, als gelungen angesehen. Warum die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) ihr Prädikat „wertvoll“ vergab, kann nicht nachvollzogen werden.

Dennoch konnte das Action-Brimborium genügend Zuschauer ins Kino locken, um eine Fortsetzung zu rechtfertigen: „Zorn der Titanen“ konnte noch bessere Einspielergebnisse einfahren, bei wenigstens genauso schlechten Kritiken – noch für dieses Jahr ist ein dritter Teil angedacht.

Bis dahin wird aber zunächst „Kampf der Titanen“ – in dem nicht ein einziger Titan vorkommt – auf Vox am Donnerstag, den 06. Februar 2014, um 20.15 Uhr zu sehen sein.

Bild: Liam Neeson von karen in toronto, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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