Waterworld auf RTL 2

31. Januar 2014 - 19:04 - keine Kommentare

RTL 2 zeigt „Waterworld“, einen Action-Film mit Kevin Costner, der als einer der größten Kinoflops der Geschichte bekannt ist: In einer postapokalyptischen Welt muss er das Leben eines Mädchens vor Dennis Hopper schützen, der auf der Suche nach dem Festland ist.

Die „Waterworld“ ist entstanden, da die Pole geschmolzen sind und sämtliche Landmassen überschwemmt wurden. Die letzten verbliebenen Menschen träumen 500 Jahre nach der Katastrophe noch immer von einem utopischen Festland, während sie auf ihren wild zusammengebastelten schwimmenden Unterkünften über die weltenumspannenden Meere fahren. Auch der „Mariner“ (Kevin Costner) ist auf dem Wasser unterwegs, als er zu einer Stadt auf einem Atoll kommt, wo die dortigen Bewohner etwas gegen seine Art haben – denn er ist ein Mutant mit Kiemen und Schwimmflossen. Gerade als er getötet werden soll, greift der „Deacon“ (Dennis Hopper) mit seiner Piratenbande an.

Waterworld: Einer der teuersten Filme aller Zeiten und einer der größten Kinoflops

Er und seine „Smoker“, die Öl aus uralten Tankern verwenden, um ihre Fahrzeuge nutzen zu können, sind ebenfalls auf der Suche nach dem trockenen Land – eine Tätowierung auf dem Rücken des Mädchens Enola (Tina Majorino) soll ihnen den Weg weisen. Widerwillig hilft der „Mariner“ Enola und ihrer Beschützerin Helena (Jeanne Tripplehorn), doch zieht er damit den Zorn der „Smokers“ und des „Deacons“ auf sich, die die drei verfolgen.

Interessanter als die Story von „Waterworld“ (unter anderem von „Riddick“-Erfinder David Twohy) ist letztlich dessen Entstehungsgeschichte: Der Film wurde 1995 groß und teuer produziert und sollte ein weiteres Vehikel für Kevin Costner sein, der in kurzer Folge mit „Untouchables“, „Feld der Träume“, „Der mit dem Wolf tanzt“, „JFK“, „Robin Hood – König der Diebe“ und „Bodyguard“ eine unglaubliche Erfolgssträhne hatte – doch das Endzeit-Epos geriet zu einem der größten Flops der Filmgeschichte. Das mit 100 Millionen Dollar schon gewaltige Budget wurde um fast das Doppelte überzogen, da Szenen neu gedreht werden mussten, die Aufbauten sich schwierig gestalteten und Costners schüttere Haare verdeckt werden sollten.

Kevin Costner und Dennis Hopper auf der Suche nach dem Festland

Doch noch schlimmer ist eigentlich, dass die Geschichte so gut wie keinen Sinn ergibt und dazu auch auf einem schrecklichen Drehbuch basiert – „Buffy“-Erfinder und „Avengers“-Regisseur Joss Whedon musst gerufen werden, um zumindest die nötigsten Ausbesserungen am Script vorzunehmen und selbst er konnte nur sehr bedingt das Unglück abwenden. Nach „Waterworld“ war Kevin Costners Karriere quasi am Ende: Kaum einer seiner Filme der letzten beinahe zwanzig Jahre konnte sich eines Publikums wie vor der Wasserschlacht erfreuen. In den letzten Jahren hat er sich auf kleinere Filme oder zumindest kleinere, aber wesentliche Rollen beschränkt (wie zuletzt als Supermans Ziehvater in „Man of Steel“).

Am Freitag, den 31. Januar 2014, wird man sich auf RTL 2 ab 20.15 Uhr selbst von „Waterworld“ überzeugen können.

Bild:Waterworld von photographerglen, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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