Kinostarts der Woche vom 30.01.2014

31. Januar 2014 - 08:20 - keine Kommentare

Am 30. Januar 2014 starten in den Kinos etliche meisterhaft gefilmte Dramen, einige wenige Komödien, die dafür jedoch umso interessanter sind und ein Action-Kracher mit Keanu Reeves, der groß angekündigt wurde, doch weit hinter den Erwartungen zurückbleiben muss.

Unter der Regie von Carl Erik Rinsch hat man sich der Nationallegende Japans um die „47 Ronin“ angenommen, die aus Rache für ihren entehrten Herrn einen Privatkrieg anzetteln. Um das aber für das westliche Publikum aufzupeppen, wurde mit Keanu Reeves ein neuer Charakter eingeführt, der sich nun gegen computeranimierte Oger und chinesische Drachen zur Wehr setzen muss unter gleichzeitiger Missachtung der alten Legende und des guten Anstandes, ganz zu schweigen von einem guten Drehbuch.

Ron Burgundy ist Will Ferrells Paraderolle und für „Anchorman – Die Legende kehrt zurück“ schlüpft er noch einmal in Föhnwelle und Schnauz: Der Fernsehmacher und seine schrägen Kumpels (Steve Carell, Paul Rudd, David Koechner) gehen mit einem 24-Stunden-Nachrichtenkanal auf Sendung und benehmen sich gewohnt daneben, denn politisch korrekt ist in der von Judd Apatow produzierten Komödie mit unzähligen Gastauftritten wirklich niemand.

Kinostarts am 30.01.2014: Starbesetzte Dramen und Biografien

Episodenhaft erzählt Henry Alex Rubin in „Disconnect“ von den Gefahren der modernen Medienwelt: Alexander Skarsgard, Jason Bateman, Paula Patton, Hope Davis, Frank Grillo und Michael Nyqvist spielen die Mitglieder unterschiedlicher Familien und Teilen der Gesellschaft, die allesamt damit konfrontiert werden, was passiert, wenn die Online-Welt in die reale einbricht.

John Krokidas lässt in „Kill Your Darlings – Junge Wilde“ Daniel Radcliffe („Harry Potter“) als Beat-Poet Allen Ginsberg in eine neue literarische Welt aufbrechen, angefühlt mit Sex, Drogen und Experimentierfreudigkeit, die zur Brillanz, jedoch auch in einen Mord führt. In weiteren Rollen brillieren Dane DeHaan als Lucien Carr, Jack Houston als Jack Kerouac, Ben Foster als William S. Burroughs, sowie Michael C. Hall („Dexter“), David Rasche („Sledge Hammer“), Elizabeth Olsen, David Cross, Jennifer Jason Leigh, Kyra Sedgwick und John Collum.

Vor zwei Monaten starb einer der größten Freiheitskämpfer des letzten Jahrhunderts. Regisseuer Justin Chadwick hat basierend auf seiner Autobiografie „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“ mit Idris Elba und Naomie Harris verfilmt. Das beeindruckende Mammut-Werk, das unter anderem die Radikalisierung des Aufstandes der schwarzen Mehrheit in Südafrika, 27 Jahre Gefängnishaft, die Aufhebung der Apartheid und Mandelas Aufstieg zum ersten schwarzen Staatschef erzählen muss, kann vor allem von der Kraft der Darsteller profitieren.

Distanziert, ruhig und intensiv-persönlich: Regisseur Thomas Sieben und Autor Christian Lyra untersuchen mit „Staudamm“ einen Amoklauf an der Schule aus der Perspektive eines jungen Mannes (Friedrich Mücke), der Gerichtsakten einliest und mehr über einen solchen Fall erfahren will. Er fährt in die Kleinstadt, wo er sich von Liv Lisa Fries dabei helfen lässt, das Geschehen zu rekonstruieren.

Paris im Kino: Gern gesehener Nebendarsteller

Oscar-Preisträger Asghar Farhadi erzählt in „Le Passé – Das Vergangene” von einem seit vier Jahren bereits getrennten Paar, das sich nun scheiden lassen will. Ahmad (Ali Mosaffa) aus dem Iran kommt nach Paris zurück, um mit seiner baldigen Ex-Frau Marie (Bérénice Bejo) vor das Familiengericht zu gehen. Er muss entdecken, dass sie ein völlig neues Leben führt, in dem sein Platz unentschieden ist, zumal er das Problem seiner Tochter Lucie (Pauline Burlet) klären soll. Farhadi gelingt es in seinem ersten Film in Frankreich sich seinen Figuren als authentische Menschen mit tatsächlichen Problemen anzunähern.

Roger Michell schickt Jim Broadbent und Lindsay Duncan in „Le Weekend“ auf eine zweite Hochzeitsreise nach Paris: Das seit 30 Jahren verheiratete Paar hat in der Zwischenzeit vergessen, wieso sie sich lieben und in Frankreich wollen sie es an einem verrückten Wochenende noch einmal erleben – auch wenn ihnen Alltagssorgen immer wieder dazwischenkommen. Erst Jeff Goldblum als alter Studienfreund lässt das Ehepaar neue Perspektiven einnehmen.

Bild:Keanu Reeves von Bucajack, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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