Transmediale 2014 in Berlin: Festival für digitale Kunst und Kultur

29. Januar 2014 - 07:30 - keine Kommentare

Die Transmediale 2014 wird in Berlin erneut die digitale Kultur in all ihren Facetten beleuchten. Besonders die künstlerische Auseinandersetzung mit dem, was nach dem Ende der „digitalen Revolution“ in den Medien übrigblieb, wird unter dem Motto „Afterglow“ umgesetzt.

Seit 2012 ist Kristoffer Gansing der Kurator der Transmediale in Berlin und seitdem hat sich die Ausrichtung der Digital-Kunst-Messe und des Kommunikations-Kultur-Festival stark verändert: Von der überschäumenden Begeisterung für neue Medien, neue Möglichkeiten und neue Formen haben sich die Veranstaltungen der letzten Ausgaben immer weiter in eine pessimistische, kritische und deutlich nachdenklichere Richtung entwickelt. Mittlerweile ist unter dem Begriff der postdigitalen Kultur eine Beschäftigung mit körperlichen Folgen der Digitalisierung eingetreten, mit gesellschaftlichen Aspekten und dem Einfluss auf weniger digitalisierte Bereiche der Erde – die Katerstimmung wird als Motto in diesem Jahr mit dem Wort „Afterglow“ beschrieben.

Transmediale 2014: Afterglow am Ende der digitalen Revolution

Die Transmediale will 2014 mit Ausstellungen, Konferenzen, Performances und Screenings jenen Punkt ermitteln, in dem sich „Trash“ zu einem „Treasure“ entwickelt, an dem sich reale und virtuelle Kunst treffen, wo sich die digitale Welt und die nicht-digitalisierte abwechseln. Dabei lassen die Teilnehmer auch die aktuellen Themen nicht aus, die in der Digital-Kultur diskutiert werden: Big-Data-Systeme und die Massenüberwachung werden besprochen, der Umgang mit Elektroschrott und mit Daten im Überfluss ebenso. Wie immer werden Hacker und DigiKünstler als die Kulturschaffenden und Kunst-Bereitsteller gefeiert, unter anderem mit einem ausgefeilten Programm elektronischer Musik.

Ein weiterer Abschnitt wird auch die Beschäftigung mit den Möglichkeiten der digitalen Welt sein, die Einschränkungen der physischen zu überwinden – oder daran zu scheitern. Borja Rodríguez Alonsos „Why“ beispielsweise zeigt anhand von einfachen Google-Suchen und den automatischen Ergänzungshilfen und Vorschlägen, wie Rassismus, Sexismus, Vorurteile und die Faszination von Körperteilen auch in Algorithmen Einzug hält.

Festival für digitale Kunst und Kultur

Für die Macher der Transmediale wird die Revolution nicht per Fernsehen übertragen, sie ist bereits vorbei. Bei „Afterglow“ wird auf den physischen Aufbau von Clouds hingewiesen, auf das, was hinter den hochglänzenden digitalen Medien steht. Hierzu werden über 200 KünstlerInnen mit ihren Werken erwartet – darunter Cyberpunk-Legende Bruce Sterling, der die Eröffnungszeremonie begleiten wird. Karten sind für die Performances, Vorträge und anderen Veranstaltungen im Haus der Kulturen der Welt bei der Transmediale 2014 in Berlin zu unterschiedlichen Preisen erhältlich.

Ein Festival Pass für 90 Euro erlaubt den Eintritt zu allen Events vom 29. Januar bis zum 2. Februar 2014, der Single Pass für 20 Euro gestattet dies für einen Tag des Festivals für Digital-Kunst und -Kultur.

Bild:Transmediale von mayda, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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