Apple Aktien fallen trotz Rekordverkäufen

28. Januar 2014 - 13:19 - keine Kommentare

Die Enttäuschung der Apple-Anleger hält an: Während es dem Elektronik-Riesen aus Cupertino zwar gelang, zu Weihnachten mehr iPhones als jemals zuvor zu verkaufen, hatten die Investoren mit noch mehr gerechnet und die Börse reagierte entsprechend mit weiter fallenden Apple-Aktien.

Den erfolgsverwöhnten Aktienhaltern kann es Apple nun schon seit einiger Zeit einfach nicht mehr rechtmachen: Die Verkaufszahlen steigen beständig, die Kritiken überschlagen sich über die technischen Ausstattungen der iPhones und iPads, die Informationen aus Cupertino werden nach wie vor heiß gehandelt und zudem gelingt es dem nunmehr von Tim Cook geführten Unternehmen immer wieder, die eigenen Rekorde zu brechen – doch die Anleger verlangen stetig mehr als Apple zu bieten hat, die Wachstumssteigerungen bei der Konkurrenz von Samsung, Google oder Sony scheinen sie mehr zu begeistern. Die Apple-Aktie fiel nachbörslich um fünf Prozent, nachdem sie bei Börsenschluss ein Plus von einem Prozent aufweisen konnte.

Fallende Aktien und enttäuschte Anleger trotz Rekord-Zahlen bei Apple

CEO Tim Cook kann noch so zufrieden sein, seine Investoren sind es nicht: Der neue Apple-Chef, der nach dem Tod von Innovator Steve Jobs vor allem als trockener Mann der Zahlen gilt, hat die Leistung seines Unternehmens gelobt und auch die Arbeit an kommenden Innovationen in Aussicht gestellt – die letzten Apple-Produkte zeichneten sich allerdings eher dadurch aus, den von der Konkurrenz entwickelten Trends hinterherzulaufen. Auch die seit Jahren spekulierten Apple-TVs und Smartwatches wurden bislang noch nicht vorgestellt.

Dabei hat Apple in der Tat beim Weihnachtsgeschäft 2013 abräumen können: Für das Unternehmen aus Cupertino stellt der Zeitraum von Oktober bis Dezember das erste Quartal des Geschäftsjahres dar und in diesen drei Monaten wurden 51 Millionen iPhones verkauft – eine Rekordzahl, doch Analysten hatten mit 55 Millionen gerechnet und der Logik der Börse und von Investoren folgend, stellt dieser gewaltige Verkaufsanstieg somit einen Misserfolg dar.

Umsatzerhöhungen bleiben hinter den Erwartungen zurück, Apple-Investoren sind unzufrieden

Gleiches gilt dann auch für den Umsatz: Ende 2013 konnte Apple die Umsatzzahlen auf 57,6 Milliarden Dollar erhöhen, für das aktuelle Quartal werden jedoch nur zwischen 42 und 44 Milliarden erwartet, während die Anleger mit 46 Milliarden rechneten – also bleibt das Geschäft auch aus Umsatz-Sicht enttäuschend.

Während das Computergeschäft im Allgemeinen und im Gegensatz zu Smartphones und Tablets rückläufig ist, konnten 4,8 Millionen Macs verkauft werden, was einer Steigerung um 0,7 Millionen entspricht. Der Absatz bei iTunes konnte sich weiter steigern, die iPod-Geräte hingegen blieben weiterhin zurück.
Für interessante Neuigkeiten sorgte auch der Zulieferer Foxconn, der eng mit Apple zusammenarbeitet: Die Firma will in den USA Werke bauen, wodurch die Spekulationen einer gesteigerten Zusammenarbeit möglicherweise bei neuen Geräten wieder aufflammten.

Bild:Apple von marcopako, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
Tags: , ,
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Apple Aktien fallen trotz Rekordverkäufen

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!