Früher schrieben sie schlimme und provokante Texte, jetzt müssen dafür büßen: immer, wenn die beiden Rapstars Sido (30) und Bushido (33) die Elternabende ihrer Söhne besuchen, hätten sie schon herbe Kritik für ihre vertonten Eskapaden einstecken müssen…
Nicht jeder findet Songs zum Lachen, die teilweise im Visier der Bundesprüfstelle für jugendgefährendete Schriften standen. Und nun sitzen die beiden Verfasser im Stuhlkreis zwischen anderen Eltern, diskutieren über den letzten Kuchenverkauf oder die nächste Klassenfahrt - für manche Leute eine allzu groteske Vorstellung, wie Sido selbst berichtet: “Ich werde da auch immer komisch angeguckt. Manche haben dann eine Zeitung mit irgendeinem Skandal über dich dabei”, meint der 30-Jährige, obwohl er sich doch nur ganz normal für seinen Sohn einbringen wolle.
Auch Bushido hat ein Kind aus einer früheren Beziehung, seine Probleme sind genau die Gleichen: “Leider geht es nicht, dass du einfach hingehst, dich in Ruhe hinsetzt und die Belange deiner Kinder diskutierst. Du wirst immer als Bushido oder Sido angeguckt und nicht als Vater oder Lebensgefährte.” Dabei scheinen vor allem bei Sido die wilden Zeiten längst vorbei zu sein: die silberne Totenkopf-Maske liegt daheim im Schrank; außerdem hat der Wortakrobat vor, bald zu heiraten, um ein “spießiges Leben” zu führen, wie er selbst sagt. Seinen Sprössling will er unterdessen wie ein vorbildlicher Vater behandeln: “Ich unternehme viel mit meinem Sohn. Der will Schlagzeuger werden”, meint Sido, der die musikalische Früherziehung offenbar selbst in die Hand nehmen möchte. Bleibt nur zu hoffen, das er seinem Nachwuchs auch einen politisch korrekten Wortschatz beibringt, ein Gangsta-Rapper in der Familie scheint jedenfalls genug zu sein.










