Positive Prognose zur Weltwirtschaft vom IWF

22. Januar 2014 - 13:42 - keine Kommentare

Der Optimismus reißt nicht ab: Nach der Weltbank und der Uno hat nun auch der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Einschätzung der Wirtschaftslage im aktuellen Jahr abgegeben und sieht 2014 ebenso positiv wie die anderen Organisationen – warnt aber auch vor Zerreißproben.

So wie der IWF die wirtschaftliche Entwicklung 2014 auf internationaler Basis sieht, könnte das aktuelle Jahr ein ausgesprochen gutes werden: Nach der Prognose des Währungsfonds könnte die Weltwirtschaft in diesem Jahr nicht nur um 3,7 Prozent wachsen – für 2015 werden sogar 3,9 Prozent gesehen – dies könnte auch schneller gehen als bislang angenommen. Im vergangenen Herbst erst hatte die Organisation deutlich weniger positiv in die Zukunft gesehen. Für das deutsche Bruttoinlandsprodukt etwa änderte der IWF seine Einschätzung von bisherigen 1,4 auf 1,6 Prozent ab, um die es 2014 zunehmen soll.

Wachstumsprognose vom IWF: Weltweiter Aufschwung wird erwartet

Beim Wirtschaftswachstum in Deutschland sieht die Finanzorganisation ebenfalls ein leichte Verbesserung im Vergleich zur herbstlichen Prognose: Vor wenigen Monaten wurde noch von einem 1,3-prozentigen Wachstum ausgegangen, nun soll es 1,4 Prozent betragen. Damit liegen die Prozentsätze hierzulande um einiges höher als in der Euro-Zone. Denn dort soll die Wirtschaft um lediglich 1,0 Prozent steigen, wobei der IWF auch für die angeschlagenen Euro-Länder wie Spanien mit einem Plus von 0,6 Prozent eine echte Verbesserung erkennen kann.

Auch für die US-Wirtschaft wurde eine optimistische Prognose erstellt: 2,8 Prozent werden beim Wirtschaftswachstum erwartet, womit sich auch hier der Trend hält, im Vergleich zur Herbst-Vorhersage rund 0,2 Prozent höher zu liegen. Allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass 2015 das ursprüngliche Ziel eines 3,4-prozentigem Wachstum nicht gehalten werden kann, da die Diskussion um den US-Haushalt und die verspätete Einigung sich im nächsten Jahr durch eine Verringerung auf 3,0 Prozent ausmache.

Internationaler Währungsfonds blickt optimistisch in die Zukunft

Schon in diesem Jahr erfährt Russland – trotz des nicht zu unterschätzenden Wirtschafsfaktors der kommenden Olympischen Spiele in Sotschi – eine große Herabstufung: Anstelle von angenommen 3,0 Prozent soll die fehlende Bereitschaft zu Investieren und auch die vom IWF wahrgenommene politische Unsicherheit dazu führen, dass die russische Wirtschaft nur um 2,0 Prozent wachsen soll. China hingegen wird mit 7,5 Prozent laut der Prognose etwas weniger wachsen als 2013, aber noch immer besser als alle anderen Schwellenländer und Industrienationen.

Auf dem internationalen Parcours und auch gerade in Bezug auf Europa sieht der IWF jedoch auch Probleme: Der mühsam erkämpfte Weg aus der Rezession und die wirtschaftliche Stabilität stünde nach der Einschätzung der Finanzexperten auf tönernen Füßen, die kommenden Entscheidungen der Zentralbanken könnten die Weltwirtschaf maßgeblich beeinflussen. Denn in Europa drohe eine Deflation, wenn es keine weiteren Zinssenkungen gäbe – für die Entwicklungsländer würde es zudem bedeuten, dass das neue Kapital wieder abfließe, wenn die Zinsen in den Industriestaaten stiegen.

Bild:Wirtschaft von Senfwurst, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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