The Voice of Peace in der ARD: Dokumentation über Abie Nathan

7. Januar 2014 - 21:26 - keine Kommentare

Mit der „Voice of Peace“ erreichte Abie Nathan zeitweilig 23 Millionen Zuhörer und versorgte sie mit der neuesten Popmusik, vor allem aber mit seiner Friedensbotschaft: Eric Friedler widmet seinen Dokumentarfilm dem Aktivisten und seinem von einem Schiff im Mittelmeer ausgestrahlten Piratensender.

„The Voice of Peace“ ist nicht nur im Mittelmeerraum legendär: In den 70ern und 80ern hat Abie Nathan, Lebemann und Friedensaktivist, mit seinem Sender die Annäherung zwischen Israelis und Palästinensern angestrebt, Millionen von Zuhörern begeistert, Generationen von Jugendlichen geprägt und Weltstars für seine Botschaft einspannen können. Die Dokumentation von Eric Friedler in der ARD zeigt den Werdegang des ehemaligen Piloten und Playboys, der sein Gewissen entdeckte und danach handelte – gemeinsam mit John Lennon finanzierte er den Kauf eines Schiffes, das knapp außerhalb des israelischen Hoheitsgebiets im Mittelmeer kreuzte, um den Friedensprozess im mittleren Osten durch Pop-Musik in Gang zu bringen.

The Voice of Peace: Dokumentation über den israelischen Piratensender in der ARD

In einer Live-Version von „Give Peace a Chance“ erwähnt Lennon Abie Nathans Namen, der Ex-Beatle und Yoko Ono signierten Plakate, die der Aktivist zur Finanzierung seines Privatsenders hätte verkaufen können, und etliche seiner Freunde und Kollegen folgten John Lennon in ihrer Unterstützung des zwanzig Jahre lang gesendeten Friedensradios. Eine Reihe namhafter DJs führten durch beliebte Sendungen, die den Zeitgeist der Friedensbewegung mit den aktuellen Hits verbanden.

Für Abie Nathan begann dessen Streben nach Frieden in Nahost nicht erst 1973: Mit seinem Flugzeug „Shalom 1“ flog er verbotenerweise nach Ägypten, um Gespräche aufzunehmen und ging dafür auf beiden Seiten ins Gefängnis. Auch später musste er noch einmal ein Jahr lang eine Strafe absitzen – weil er dem Chef der PLO, Jassir Arafat, bei einem Treffen die Hand schüttelte.

Die nach dem Radiosender „The Voice of Peace“ benannte Dokumentation trifft Wegbegleiter, berühmte Unterstützer und jene, die von Nathans Friedensmission geprägt wurden, wie etwa Daniel Barenboim, Yoko Ono, Zubin Mehta, Michael Caine und Nobelpreisträger Shimon Peres.

Eric Friedler dokumentiert Abie Nathans Versuch, den Friedensprozess in Nahost anzuregen

Mit spektakulären Auftritten, vor allem aber durch den Appeal für das junge Publikum, konnte Abie Nathan zwischen 1973 und 1993 seinen Sender aufrecht erhalten, teilweise durch Sponsoren wie Coca Cola – erst als das Geld ausblieb und es zu rechtlichen Schwierigkeiten kam, musste der Betrieb eingestellt werden. Nathan selbst erachtete den Friedensprozess zwischen Israel und Palästina zu diesem Zeitpunkt als im Anfangsstadium.

„The Voice of Peace“ von Eric Friedler läuft in der ARD am Dienstag, den 07. Januar 2014 um 22.45 Uhr.

Bild:Abie Nathan von naamanus, CC BY – bearbeitet von borlife.

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