Anna Karenina in der ARD mit Vittoria Puccini und Max von Thun

4. Januar 2014 - 19:03 - keine Kommentare

Die ARD zeigt eine weitere Version von Leo Tolstois „Anna Karenina“: Einer der größten und wichtigsten Romane der Weltgeschichte wird als Zweiteiler an einem Abend mit Vittoria Puccini, Benjamin Sadler, Max von Thun und Santiago Cabrera zu sehen sein.

Leo Tolstoi schrieb „Anna Karenina“ zwischen 1873 und 1878 als ein komplexes Geflecht von Liebe und Tod, Moral und Staat – der Roman gilt als einer der wichtigsten seiner Art und wurde entsprechend häufig auch verfilmt, vertont und anderweitig bearbeitet. Nun reiht sich ein Zweiteiler in der ARD ein, der üppig ausgestattet die emotionalen Verstrickungen offenbart. Regisseur Christian Duguay („Hitler – Aufstieg des Bösen“, „Scanners II“) hat die italienische Schauspielerin Vittoria Puccini für die Hauptrolle besetzen können, Benjamin Sadler brilliert als ihr ungeliebter und in den Bestimmungen seiner Zeit festsitzender Ehemann.

Anna Karenina als Zweiteiler in der ARD

Ulrich Noethen hat unlängst „Anna Karenina“ Wort für Wort als Hörbuch eingesprochen: Der vorgelesene Roman hat eine Laufzeit von 2.214 Minuten – selbst ein Zweiteiler im Fernsehen kann der enormen Handlungsdichte und der Vielfalt dabei nicht gerecht werden. Regisseur Duguay hält sich somit im Wesentlichen an die Liebesgeschichte zwischen der verheirateten Anna und Graf Alexej Wronski (Santiago Cabrera). Allerdings liebt auch Kitty (Lou de Laâge), Annas Schwägerin, den Grafen.

Sie lehnt das Heiratsangebot des Gutsbesitzers Lewin (Max von Thun) ab, da sie sich Hoffnungen auf Wronski macht, doch der folgt Anna von St. Petersburg nach Moskau und Kitty geht ins Exil nach Deutschland. Die tragische Liebe zwischen Wronski und Anna, die sich nun entfaltet, wird jedoch durch ihre Pflicht gegenüber ihrem Ehemann auf die Probe gestellt. Als Anna von Wronski schwanger wird, überwirft sie sich mit ihrem Mann, doch kommt es zu einer Aussöhnung, als sie bei der Geburt ihrer Tochter beinahe stirbt – die Liebe zu Wronski scheint keine Zukunft beschieden zu sein.

Verfilmung nach Leo Tolstoi mit Vittoria Puccini und Santiago Cabrera

Tolstois Roman wurde wegen seines Realismus gelobt, wegen der künstlerisch gewaltigen Darstellung der Gefühle der Charaktere und der Komplexität der verschiedenen Familien, die im Zarenreich jeweils über ihr ganz persönliches Unglück hinwegkommen müssen – interessanterweise zeichnen sich die meisten Verfilmungen des Klassikers der Weltliteratur durch Eskapismus im Dekor, durch seifenopereske Wendungen und durch hollywoodeske Emotionen. Auch die nun in der ARD gezeigte internationale Produktion nimmt sich hierbei nicht aus, setzt allerdings einen größeren Wert auf die Ambivalenz seiner Figuren.

Im Ersten läuft Christian Duguays Version von „Anna Karenina“ am 04. Januar 2014: Beide Teile werden hintereinander ab 20.15 Uhr gesendet.

Bild: Anna Karenina von cod_gabriel, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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