Jolla Smartphone mit Sailfish OS: Neues Handy aus Finnland

3. Dezember 2013 - 12:09 - keine Kommentare

Der finnische Nokia-Smartphone-Nachfolger Jolla hat sein erstes, gleichnamiges Smartphone auf den Markt gebracht – mit gerade einmal 450 Exemplaren startete das unter dem neuen Betriebssystem „Sailfish OS“ laufende Gerät in Helsinki unter guten Bedingungen: Die Kritiken für den Neuling sind wohlwollend.

Nokia hat den Smartphone-Boom komplett verschlafen und die Eigenentwicklung des Nokia N9 als „MeeGo“-Handy zugunsten von Windows Phones aufgegeben – Jolla hat die Aufgabe übernommen, daraus unabhängig ein eigenes Smartphone zu entwickeln. Nun wurde genau dies ebenfalls unter dem einprägsamen Namen „Jolla“ vorgestellt, die Vorbestellungen werden bereits aufgenommen. Mit dem Betriebssystem „Sailfish OS“, das nicht nur über eine eigenständige Architektur verfügt, sondern auch mit Android-Systemen kompatibel ist, soll somit ein leicht bedienbares und umfangreiches Einstiegssmartphone auf den Markt geworfen werden.

Smartphone mit Sailfish OS: Jolla entwickelt Nokia N9 weiter

Nach der Vorstellung in Helsinki sind sich die Beobachter und Kritiker einig: Was sich Jolla vorgenommen hat, konnte auch umgesetzt werden. Das Smartphone ist eine hochinteressante Weiterentwicklung, bei der vor allem darauf geachtet wurde, dass sich die Bedienung für neue Kunden intuitiv entfaltet und vor allem durch die Kompatibilität Mehrwerte geboten werden. Die Verarbeitung des Geräts ist hochwertig, wenn auch ungewöhnlich: Während die meisten Smartphone-Anbieter auf die Präsentation aus einem Guss setzen, hat man sich bei Jolla dazu entschieden, zwei Teile miteinander zu verknüpfen.

Im vorderen Teil befindet sich das tastenlose 4,5 Zoll Display mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln, dessen Darstellung durchaus verbesserungswürdig ist, aber den Möglichkeiten angemessen bleibt. Der zweite Teil besteht aus einer farbigen Abdeckung, die zusätzlich mit einem Chip ausgestattet wurde: Die derzeit erhältlichen neun Farben der hinteren Klappe sorgen durch diesen Chip auch dafür, dass die farbliche Gestaltung des Betriebssystems im „Jolla Ambiente“ geändert werden kann.

Die Technik im Jolla-Smartphone nutzt einen mit 1,4 GHz getakteten Qualcomm Dual-Core-Prozessor, einen Arbeitsspeicher von 1 GB und einen eingebauten Flash-Speicher von 16 GB. GSM, UMTS, LTE und WLAN werden unterstützt, die 8 Megapixel Kamera hinten ist für passable Fotos geeignet, macht jedoch einen eigenartigen Weißabgleich, während die Frontkamera mit 2 Megapixeln für Videotelefonie etwa per Skype völlig in Ordnung ist.

Intuitives Betriebssystem: Mit Android-Apps kompatibel

Der wohl wichtigste Aspekt beim 141 Gramm leichten, 131 Millimeter langen, 68 Millimeter breiten und 9,9 Millimeter tiefen Handy ist jedoch das „Sailfish OS“ Betriebssystem: Hier setzt Jolla auf die einfache Bedienung durch Wisch-Bewegungen, wobei die Richtungen die Funktionen bestimmen und leichtgängig zwischen den installierten Apps, die auch gleichzeitig laufen können, wechseln lassen. Per Hand kann man auch Anwendungen aus dem Android-Store auf dem Jolla unterbringen, die genauso gut laufen wie die bislang noch spärlichen eigenen Apps.

Das Jolla-Smartphone soll etwa 400 Euro kosten und wird zunächst in Finnland beim Anbieter DNA erhältlich – für Europa soll aber auch ein Online-Shop die Bestellungen annehmen, bis ein entsprechender Vertrieb gefunden wurde.

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