Telekom-Tochter T-Systems: Vier- bis sechstausend Stellen sollen abgebaut werden

2. Dezember 2013 - 10:45 - keine Kommentare

Das Geschäft des IT-Anbieters für Großkunden T-Systems soll umorganisiert werden und laut Medienberichten plant die Tochter der Telekom dabei, mehrere Tausend Stellen abzubauen. Die Gewerkschaft Ver.di reagierte auf die Nachricht mit Ablehnung, sollte dies betriebsbedingte Kündigungen bedeuten.

Seit dem Jahr 2000 hält T-Systems als Tochterunternehmen der Telekom IT-Lösungen vor allem für Großkunden parat, zu den Kunden gehören Daimler, MAN, Philips, Shell und E.on. Diese Sparte soll Medienberichten gemäß einer Neuausrichtung unterliegen, in deren Zuge die Konzernleitung dem Aufsichtsrat einen Vorschlag unterbreiten will, der massiven Stellenabbau zum Inhalt hat. Von den über 29.000 Mitarbeitern sollen laut einer Meldung aus dem „Handelsblatt“ 4.000 oder 6.000 gehen müssen, die Gewerkschaft Ver.di fürchtet sogar 8.000 gestrichene Arbeitsplätze.

T-Systems: Mehr als 6.000 gestrichene Arbeitsstellen befürchtet

Bei 10 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr soll Thimotheus Höttges, Finanzvorstand der Telekom, vor allem niedrige Renditen bemängeln, heißt es in Zeitungsberichten. Weder die Telekom noch T-Systems bestätigten die Pläne zum Personalabbau, die noch vor dem nächsten Treffen des Aufsichtsrates am 12. Dezember 2013 vorgelegt werden sollen, die Maßnahmen für einen Umbau der Firmenstruktur wurden jedoch attestiert. Die Gewerkschaften haben sich bereits gegen betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen und Ver.di-Bundesvorstand Lothar Schröder, der selbst als Stellvertreter im Aufsichtsrat der Telekom sitzt, gab an, „das nicht mitmachen“ zu wollen, sollte es hierzu kommen.

Derweil sollen auch in anderen Ländern die Arbeitsstellen der T-Systems eingeschränkt werden: Die Kürzungen sollen etwa den gesamten Bereich Spaniens einbeziehen und auch in Frankreich sollen die Mitarbeiterzahlen massiv eingeschränkt werden. Dennoch solle das „Outsourcing-Geschäft“ unter veränderten Bedingungen weiter beibehalten werden.

Großkunden-Branche der Telekom will sich umstrukturieren

T-Systems ist in mehr als 20 Ländern vertreten und beschäftigt weit über 48.000 Mitarbeiter, von denen mehr als die Hälfte in Deutschland angestellt ist. Da die IT-Branche für Großkunden hart umkämpft ist und die Gewinne der Telekom-Tochter im Verhältnis gering bleiben, macht man sich beim Mutterunternehmen schon seit geraumer Zeit Sorgen um die Firma – nun soll das Geschäftsfeld umgestellt werden und stärker auf digitale Inhalte setzen. Zu diesen sollen Services und Plattformen für Cloud-Anwendungen gehören, die die Gewinne laut Unternehmensleiter Reinhard Clemens in zweistellige Bereiche bringen soll.

Bild:Telekom von Torsten Mangner, CC BY – bearbeitet von borlife

 
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