Neu im Kino: Ethan Hawke, Robert De Niro und Michelle Pfeiffer

24. November 2013 - 10:40 - keine Kommentare

Am 21. November 2013 startet eine Reihe von Filmen in den Kinos, die sich von der üblichen Massenware absetzen: Ein Kinderfilm wird zum Mitmachkino, ein indisches Drama zum Wohfühlfilm und Roman Polanski verfilmt ein erotisches und dramatisches Zweipersonen-Theaterstück.

Von Torsten Künstler, Ezra Finzi, Samuel Finzu, Marie-Lou Sellem, Maxim Mehmet kommt mit „Aschenbrödel und der gestiefelt Kater“ ein bezaubernder Kinderfilm, der als „Mitmachkino“ konzipiert ist: Der kleine Paul zieht nach Berlin und vermisst die Welt der Märchen, also begibt er sich auf die Suche nach ihnen – und das Kinopublikum kann ihm dabei helfen.

Mit zweijähriger Verzögerung kommt der Anime-Film „Der Mohnblumenberg“ von Goro Miyazaki in die deutschen Kinos: Der klassisch animierte Film aus den Ghibli-Studios erzählt vom Japan der 60er, als sich das Land vom Zweiten Weltkrieg erholte, es aber auch zu gesellschaftlichen Umbrüchen kam. Dazwischen wird auch eine poetische Liebesgeschichte präsentiert.

Neu im Kino am 21.11:13: Ethan Hawke, Robert De Niro und Michelle Pfeiffer

Unter dem Titel „Getaway“ hat Courtney Solomon Ethan Hawke, Selena Gomez und Jon Voight versammeln können, um einen rasanten, wenn auch sinnfreien Auto-Verfolgungsjagd-Action-Entführungs-Rache-Thriller abzuliefern, in dem ein ehemaliger Rennfahrer gezwungen wird, mit einem High-Tech-Wagen kriminelle Aufgaben zu erledigen, damit seiner Frau nichts geschieht.

Bernardo Bertolucci hat mit „Ich und Du“ ein kleines, persönliches Filmdrama erschaffen, das in vielen Dingen zu bemüht ist, an frühere Erfolge, nicht zuletzt durch die wiederholte Verwendung der Thematiken um Drogen und Inzest anzuknüpfen: Hier verschanzt sich ein schwermütiger Junge mit seiner heroinabhängigen Halbschwester in einem Keller und die beiden kommen sich näher.

Luc Besson hat sich mit Martin Scorsese zusammengetan, um in „Malavita – The Family“ als Mafia-Action-Komödie die Anpassungsschwierigkeiten von Robert De Niro, Michelle Pfeiffer und ihrer Sprösslinge im Zeugenschutzprogramm – in das sie von Tommy Lee Jones gebracht wurden – in Frankreich auf amüsante Weise zu beschreiben.

Peter Liechti hat mit „Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern“ einen eigenartigen Dokumentarfilm gedreht: Er hat versucht, in Gesprächen und Aufnahmen, aber auch durch Kommentare, Sound-Effekte und Hasen-Puppen ein Porträt zu entwerfen, das gleichzeitig persönlich und auch allgemeingültig für eine verschwindende Generation ist.

Roman Polanskis neuer Film, Wohfühlkino aus Indien und Bestseller-Verfilmungen

Roman Polanski hat sich „Venus im Pelz“ von Sacher-Masoch angenommen und lässt Emmanuelle Seigner und Mathieu Amalric das Zweipersonenstück von David Ives im Kino nacherleben: Ein Regisseur will die Geschichte um die Lust an der Unterwerfung auf die Bühne bringen und wird mit einer Schauspielerin konfrontiert, die ihre eigenen Gedanken dazu entwickelt. Beim Vorsprechen verstricken die beiden sich in der Psychologie ihrer Sexualität und erfahren ihre eigenen Abgründe.

Ritesh Batra hat mit „The Lunchbox“ einen wundervollen Film aus Indien angefertigt, in dem es um das kleine Glück im Alltag in einer hektischen Welt geht: Eine junge Frau bereitet ihrem Mann das Mittagessen zu, das ihm an den Arbeitsplatz geliefert werden soll, doch ein anderer Mann bekommt die Lunchbox – die beiden nehmen Briefkontakt miteinander auf und helfen sich auf diese Weise in ihren jeweils besonderen Situationen. Denn ihr Ehemann hat eine Affäre, während seine Ehefrau gestorben ist.

Bettina Blümner verfilmt Alina Bronskys „Scherbenpark“: Die 17-jährige Sascha (Jasna Fritzi Bauer) befindet sich seit dem gewaltsamen Tod ihrer Mutter in einer Plattenbausiedlung in einer Sinnkrise. Sie möchte am liebsten ihren Stiefvater umbringen, der wegen des Mordes an der Mutter im Gefängnis sitzt und quartiert sich bei einem Zeitungsredakteur ein, der einen positiven Bericht darüber verfasst hat. Die Regisseurin hat diesen ungewöhnlichen Coming-of-Age-Roman auf eindringliche Weise verfilmt, woran vor allem die Hauptdarstellerin wesentlichen Anteil trägt.

Darauf haben die Fans gewartet: Jennifer Lawrence kehrt als Katniss Everdeen in „Die Tribute von Panem – Catching Fire“ zurück und muss sich einer neuen Herausforderung stellen. Ihr Sieg bei den letzten Hungerspielen hat die Hoffnung der Stämme entfacht und nun will das Regime von Präsident Snow diese im Keim ersticken. Wurde der erste Teil der Bestsellerverfilmung bereits hoch gelobt, wird Teil 2 wieder mit einer beeindruckenden Schauspieler-Riege ausgestattet bereits jetzt schon gefeiert.

 
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