LG Smart-TV: Verdacht auf Datenweitergabe von Nutzern

21. November 2013 - 13:24 - keine Kommentare

Smart-TVs sollen viele der klassischen Eigenschaften von Fernsehern mit Funktionsweisen von Computern verbinden, um somit eine neue Seherfahrung zu ermöglichen. Die Modelle von LG stehen nun allerdings im Verdacht, die Daten ihrer Nutzer auszuwerten und an den koreanischen Hersteller zu leiten.

Während sich die Sorge um Datenspionage im Internet weiter ausbreitet, scheinen auch Fernsehzuschauer nicht davor geschützt zu sein, dass ihre Informationen und Sehgewohnheiten gesammelt, analysiert und weitergeleitet werden. Die LG Smart-TVs sollen laut Berichten aus Großbritannien die Programmdaten und Verhaltensweisen aufzeichnen und dann an die Zentrale des koreanischen Unternehmens senden – damit soll dann personalisierte und zielgerichtete Werbung geschaltet werden, heißt es in Medienberichten, die sich wiederum auf die Meldung eines Bloggers in UK beziehen.

LG Smart-TV: Verdacht auf Datenweitergabe

Der Mann hatte versucht, sich die von seinem LG Smart-TV versendeten Datenpakete anzusehen und ihren Weg nachzuverfolgen. Dabei seien Programmwechsel ebenso wie bestimmte Sendungen aufgezeichnet worden und auch die USB-Anschlüsse seien dazu verwendet worden, die auf externen Medien gespeicherten Filme und Musik-Stücke zu analysieren und weiterzureichen. Die Verschlüsselung der gesendeten Daten sei des Weiteren so gut wie nicht vorhanden, wodurch Hacker-Angriffe erleichtert würden – und auch gesehen werden könnte, wann das Fernsehgerät eingeschaltet ist, der Besitzer sich also zu Hause aufhält.

Technik-Seiten im Internet haben die Bericht zu überprüfen versucht: Während bei manchen es nicht gelang, den Versuchsaufbau nachzustellen und somit auch das Problem der ungewollten Datenübertragung nicht nachvollzogen werden konnte, haben andere zwar sehr wohl die Informationsweitergabe feststellen können, allerdings auch die Sendung der Daten an tote Server in Korea. Dabei seien lediglich Fehlermeldungen ausgelöst worden, hieß es in den Berichten.

Nutzerdaten: Fernseher sollen Informationen an Hersteller senden

Von LG selbst wird mitgeteilt, dass man die Vorwürfe untersuchen wolle und man diese ernst nähme. In den Geräten, die in Deutschland verkauft wurden, soll eine andere Software installiert sein, wodurch das britische Problem in dieser Form nicht auftreten könne. Man versuche trotzdem den Meldungen auf die Spur zu kommen, bittet die Kunden jedoch um Geduld, bis Informationen zur möglichen Weiterreichung von Daten aus Smart TVs vorliegen könnten.

Bild:LG Smart-TV von LGEPR, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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