E-Mail Betrug: SEPA-Umstellung wird für Phishing Mails genutzt

20. November 2013 - 10:47 - keine Kommentare

Ab dem ersten Februar 2014 stellen die Banken ihren Zahlungsverkehr auf das europäische SEPA-System um: Überweisungen, Lastschriften und Einzugsermächtigungen, aber auch die Kontonummern und Bankleitzahlen werden neu geregelt. Mit Phishing Mails wird derzeit versucht, Bankkunden bei der SEPA-Umstellung zu betrügen.

Schon seit Jahren warnen Banken, Kreditinsitute, die Polizei und der Verbraucherschutz davor, in vermeintlichen E-Mails von Banken Links anzuklicken, Anhänge zu öffnen oder der Aufforderung zur Eingabe von Passwörtern nachzukommen: Sogenannte Phishing Mails versuchen auf diese Weise an die Kundendaten zu gelangen, Trojaner auf dem Computer zu installieren und andere, wesentliche Informationen auszuspionieren. Als neueste Variation dieser Vorgehensweise wird die Umstellung auf den SEPA-Zahlungsverkehr von den Betrügern genutzt, um die vorherrschende Unsicherheit einiger Online-Banking-Kunden und den Schriftverkehr der Banken für ihre Zwecke zu nutzen.

Betrüger nutzen SEPA-Umstellung um an Kontoinformation zu gelangen

Im Februar 2014 wird das einheitliche europäische Zahlungssystem SEPA auch bei den deutschen Banken eingeführt: Einzugsermächtigungen werden dann in Lastschriftmandate, die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen in internationalen Bankkontonummern (IBAN) umgewandelt. Sie bestehen dann aus dem Länderkennzeichen („DE“ in Deutschland), der Prüfziffer, der Bankleitzahl und der 10-stelligen Kontonummer – im Ganzen dann 22 Stellen.

Über diese Veränderungen bei der SEPA-Umstellung informieren die Banken per Post und auch auf den Kontoauszügen – nicht aber per E-Mail und schon gar nicht unter Aufforderung, einem Link zu folgen, um dort dann die Konto- oder Transaktionsnummer und ein Passwort einzugeben. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat vor entsprechenden Phishing-E-Mails gewarnt und rät zu äußerster Vorsicht, wenn eine solche Mail empfangen wird.

Banken warnen vor Phishing Mails im Zuge des einheitlichen europäischen Zahlungssystems

Demnach empfiehlt es sich, diese E-Mails, die oftmals auf den ersten Blick offiziell wirken, gar nicht erst zu öffnen und direkt zu löschen. Zumindest aber solle man keine Anhänge speichern oder öffnen und keinen Links folgen, denn in einigen Fällen würden diese zu gefälschten Webseiten führen, die den Originalen täuschend ähneln und entweder schadhafte Software auf dem Computer installieren oder aber auf andere Weise geheime Informationen abfragen.

Die Banken selbst werden mit ihren Kunden ausschließlich schriftlich Kontakt aufnehmen, entweder auf Kontoauszügen oder in Informationsbriefen.

Bild:E-Mail Betrug von 3RadioA2_Wies_van_Erp, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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