Euro-Finanzkrise: Italien und Frankreich verschlafen Entwicklung

17. November 2013 - 08:52 - 1 Kommentar

In dieser Woche gab es wieder gute Nachrichten aus der Euro-Zone. Spanien möchte zukünftig keine weiteren Hilfen auf dem Euro-Rettungsfond in Anspruch nehmen und befindet sich ebenso auf dem Weg der Besserung wie Portugal. Während dessen scheinen Italien und Frankreich die Zeichen der Zeit nicht zu erkennen und rutschen immer weiter in die Krise.

In der jüngsten Vergangenheit konnte Europa zumindest aus wirtschaftlicher Sicht ein wenig aufatmen, denn mit Spanien scheint ein weiteres Land einen Weg aus der Krise gefunden zu haben. Gegen Ende der Woche konnte das Land vermelden, dass man zukünftig keine Zahlungen aus dem europäischen Rettungsfond mehr in Anspruch nehmen würde. Laut offiziellen Statistiken hatte Spanien ohnehin nur auf 41 der zur Verfügung gestellten 100 Milliarden Euro zurückgegriffen und hat nun bis 2026 Zeit die ausstehenden Verbindlichkeiten zurückzuzahlen.

Euro-Finanzkrise: Italien und Frankreich verschlafen Entwicklung

Aus der Sicht der EU-Kommissare befinden sich auch Zypern, Portugal und selbst Griechenland auf dem Weg der Besserung, auch wenn hier sicherlich noch einige Hindernisse aus dem Weg zu schaffen sind. Dafür haben die Verantwortlichen zwei neue Länder ins Visier genommen, die zeitnah in eine Krise rutschen könnten – Frankreich und Italien. Laut der EU-Kommissare verschlafen gerade diese beiden Nationen die notwendigen Reformen, um wirtschaftliche Stabilität. Vor allem Frankreich scheint derzeit die Augen vor der Realität zu verschließen. Ein negatives Wirtschaftswachstum im dritten Quartal und steigende Arbeitslosenzahlen sind recht eindeutige Indikatoren, jedoch spricht man bei der Regierung Hollande von einer kleinen Konjunkturdelle.

Bild:François Hollande von jmayrault, CC BY – bearbeitet von borlife.

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Kommentare zu Euro-Finanzkrise: Italien und Frankreich verschlafen Entwicklung

Zu diesem Beitrag gibt es 1 Kommentar.

von reiner tiroch am 17. November 2013 - 10:13 Uhr

Spanien und Irland verlassen zwar den Schirm, aber alle probleme bleiben erhalten und die Schulden steigen munter weiter. was an der Nachricht gut sein soll dient nur als beruhuigungspille fürs Volk. den Schirm kann man schon verlassen wenn der Draghi die länder klammheimlich mit allen programmen rettet.
Italien, Frankreich und andere pleiteländer gehen erst garnicht in den Schirm weil sie so nebenbei von Draghi mit Billionen heimlich gerettet werden. es werden Firmen, Städte, Länder, banken und Staaten gerettet, also mit dem GesamtBIP von 265% in der EU. wann kommt denn der Gau???

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