Handball-WM 2019: Deutschland und Dänemark erhalten Zuschlag

28. Oktober 2013 - 16:42 - keine Kommentare

Deutschland hat gemeinsam mit Dänemark den Zuschlag für die Rolle des Gastgebers bei der Handball-Weltmeisterschaft der Männer im Jahr 2019 erhalten. Während das Finale in Kopenhagen ausgetragen wird, werden die Vorschlussrunde sowie viele weitere Partien in deutschen Hallen stattfinden.

Insgesamt drei Bewerbungen hatten es in die Endauswahl geschafft. Letztendlich erhielt das deutsch-dänische Konzept den Zuschlag vom Weltverband IHF, Polen sowie die gemeinsame Bewerbung der Slowakei und Ungarns hatten das Nachsehen. Bereits am Freitag zogen Schweden und Norwegen ihre Kandidaturen zurück. Damit richtet Deutschland nach 1938, 1958, 1961, 1982 und 2007 bereits zum sechsten Mal eine Handball-Weltmeisterschaft der Männer aus. Das Eröffnungsspiel findet voraussichtlich in der Berliner O2-World statt, als weitere Spielorte kommen unter anderem München, Köln, Mannheim, Hamburg und Kiel in Frage.

Die Erinnerungen an das letzte Großereignis sind dabei kaum verblasst, denn unter Bundestrainer Heiner Brand holte das DHB-Team vor sechs Jahren den WM-Titel. Dies war zugleich der letzte große Erfolg der deutschen Handball-Nationalmannschaft, die sich mittlerweile in einem Neuaufbau befindet.

DHB-Team will an frühere Erfolge anknüpfen

Zuletzt belegte das Team von Bundestrainer Martin Heuberger bei der WM 2013 immerhin den fünften Platz. Zuvor scheiterte Deutschland in der Qualifikation zu den Olympischen Sommerspielen und zur Europameisterschaft 2014. Trotzdem scheint die Tendenz der deutschen Handball-Nationalmannschaft in Hinblick auf die kommenden Jahre positiv zu sein, denn viele Spieler mit Perspektive stehen im Kader von Martin Heuberger.

Zwischen den Pfosten gilt Silvio Heinevetter von den Füchsen Berlin als die klare Nummer eins. 2019 wäre der Spieler mit der Rückennummer zwölf zwar bereits 34 Jahre alt, doch gab es in der Geschichte des Handballs schon viele Torhüter, die auch im hohen Alter noch auf Topniveau spielten. Kreisläufer Patrick Wiencek, der erst 24 Jahre alt ist, dürfte bei der WM im eigenen Land auf dem Höhepunkte seiner Karriere sein. Der gebürtige Duisburger steht aktuell beim THW Kiel unter Vertrag und gilt als hoffnungsvolles Talent.

Auch auf den Flügeln ist Deutschland hochklassig besetzt. Patrick Groetzki und Uwe Gensheimer, die beide bei den Rhein-Neckar Löwen unter Vertrag stehen, dürften noch einige Jahre auf hohem Niveau agieren. Dahinter ließ mit Kevin Schmidt von der HSG Wetzlar ein talentierter Spieler aufhorchen, der bereits in den vergangenen Monaten im Trikot des DHB-Teams überzeugte.

DHB-Team mit Problemen im Rückraum

Die größte Schwäche Deutschlands, sowohl aktuell als voraussichtlich auch in den nächsten Jahren, liegt im Rückraum. Viele Spieler, wie zum Beispiel Lars Kaufmann, Holger Glandorf und Michael Kraus, haben das 30. Lebensjahr bereits überschritten. Hinzu kommt die große Verletzungsanfälligkeit auf dieser Position. Die Entwicklung von Steffen Weinhold, Steffen Fäth und Sven-Sören Christophersen macht trotzdem Hoffnung, doch besonders auf der Position des Spielmachers fehlt dem deutschen Team ein Spieler auf Weltklasseniveau.

Noch fast sechs Jahre vergehen bis zur WM 2019, doch die Grundlagen für ein erfolgreiches DHB-Team werden in den nächsten Wochen und Monaten gelegt. Am kommenden Wochenende trifft Deutschland in Hamburg beim Supercup auf Schweden, Ägypten und Polen. Das Vier-Nationen-Turnier stellt einen wichtigen Termin für die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger dar, denn bei der EM 2014 wird das DHB-Team nur Zuschauer sein.

Bild: Handball-WM 2013 von Giåm, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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