100 Songs, die die Welt bewegten: Musikgeschichte seit den 1950ern

15. Oktober 2013 - 19:56 - keine Kommentare

Die Musik-Doku „100 Songs, die die Welt bewegten“ wird sich auf Vox die „Meilensteine der Popmusik“ vornehmen: In der zweiten Folge werden Wandel und Veränderung in der Musikgeschichte seit den 1950ern beleuchtet, sowie die Bedeutung der KünstlerInnen für die Jugendkultur.

Elvis Presleys Hüftschwung, die Pilzköpfe der Beatles, der Minimalismus von Trio oder die Wut von Nirvana – etliche Künstlerinnen, Künstler und Bands haben nicht nur mit ihren Liedern die Charts gestürmt und ihre Zuhörer erreicht, sondern auch auf ganz eigene Weise die Jugendkultur und ein Zeitgefühl bestimmt. Die musikalische Dokumentation „100 Songs, die die Welt bewegten“ wird sich genau diesen Aspekten auch in der zweiten Episode annehmen und die Geschichte der Popmusik anhand von einigen wichtigen Vertretern präsentieren, die besonderen Einfluss auf die Selbstwahrnehmung ganzer Generationen nahmen.

100 Songs, die die Welt bewegten: Meilensteine der Popmusik

Heute wirken die Aufnahmen zahm und auch ein bisschen unfreiwillig komisch, doch als John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr 1963 „I Want to Hold Your Hand“ spielten, gerieten die Teenies regelmäßig in Ekstase: Den Beatles gelang es, Rock ‘n Roll geradezu salonfähig zu machen und dennoch die sexualisierte Kraft, wie sie von Elvis Presley vorgelebt wurde, auf verhaltene Weise zu transportieren. 1969 war Serge Gainsbourg weitaus weniger zahm, als er mit Jane Birkin „Je t’aime… moi non plus“ stöhnte und damit die Aufbruchstimmung der 68er gleichsam persiflierte und unterstützte.

Zur gleichen Zeit entdeckte die Schwulenbewegung im Zuge der Stonewall-Proteste einen Klassiker wieder: „Somewhere Over the Rainbow“ von Judy Garland aus dem „Zauberer von Oz“ von 1939 wurde zur Hymne der Unterdrückten, denen es langsam gelang, aus gesellschaftlichen Zwängen zu entkommen. Neben der freundlichen Disco-Musik der 70er strebten auch die Vertreter des Punk gegen die Gesellschaft, wodurch sich auch musikalische Alternativen ergaben – in Deutschland war dies beispielsweise die Neue Deutsche Welle, die durch das ironisch-minimalistische „Dadada“ von Trio (1982) auf den Punkt gebracht wurde.

Wandel und Veränderung in der zweiten Folge der Musik-Dokumentation auf Vox

Das Musik auch etwas verändern kann, zeigt ein weiterer „Meilenstein der Popmusik“: Das Band Aid-Projekt versuchte 1984 mit „Do They Know It’s Christmas“ per Plattenverkäufe die Hungersnot und die Misere in Afrika zu lindern. Dieser popkulturellen Haltung verweigerten sich dann die Grunge-Bands wie Nirvana – ihr „Smells Like Teen Spirit“ von 1991 stellte die psychologische Problematik von Jugendlichen in der sogenannten Ersten Welt aus, denen es an nichts mangelt, denen es aber dennoch nicht gut geht.

Im direkten Gegensatz stehen dafür die Boy Bands der 90er, wie etwa die New Kids On the Block („Step by Step“) oder auch die Techno- und Dance-Bands jener Tage (beispielsweise Faithless, „Insomnia“, 1995), die sich teilweise auch auf den Elektro-Sound der 80er (Vorreiter hierbei: New Order mit „Blue Monday“, 1983) bezogen.

All diese Entwicklungen und etliche weitere Lieder wird die Vox-Doku „100 Songs, die die Welt bewegten“ in der zweiten Folge am Dienstag, den 15. Oktober 2013 um 21.15 Uhr vorstellen.

Bild: (c) Foto: VOX

 
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