Eishockey: Eisbären Berlin rutschen auf den letzten Platz ab

14. Oktober 2013 - 10:47 - keine Kommentare

In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) setzte es für den amtierenden Meister, die Eisbären Berlin, am gestrigen Abend die nächste Niederlage. Vor heimischem Publikum verlor die Mannschaft von Trainer Jeff Tomlinson mit 2:4 gegen die Straubing Tigers und rutscht damit ans Tabellenende ab.

Dabei sollte es ein Feiertag für die Eisbären werden. In der Berliner o2 World wurde die Ehrung der Spieler vorgenommen, die in der vergangenen Saison die Meisterschaft in die Hauptstadt holten. Sie erhielten Meisterringe und außerdem wurde das bereits siebte Meisterbanner an der Hallendecke hochgezogen. 13.900 Zuschauer waren in der Halle erschienen und unter ihnen befand sich auch US-Milliardär und Klubeigentümer Philip Anschutz. Dazu war mit den Straubing Tigers ein Gegner zu Gast, der ebenfalls in den unteren Tabellenregionen nach dem Saisonstart zu finden war. Die Eisbären gewannen am Freitag in Augsburg nach Penaltyschiessen und so gingen fast alle Experten von einem Sieg der Berliner in der heimischen Halle am Ostbahnhof aus.

Gute Anfangsphase reicht nicht aus

Dabei gelang den Berlinern sogar ein guter Start in die Partie. Nach wenigen Minuten brachte Julian Talbot die Eisbären in Führung, doch sorgte der frühe Führungstreffer für wenig Sicherheit im Spiel. Noch im ersten Drittel drehten die Gäste durch Tobias Wörle und Blaine Down die Partie. Zwar konnte Eisbären-Verteidiger Alex Trivellato nach dem 3:1 durch Rene Röthke noch einmal für den Anschlusstreffer sorgen. Doch in der Schlussminute sorgte Laurent Meunier für das Tor zum 4:2-Endstand und somit für die endgültige Entscheidung.

Nach Spielende wirkten die Berliner ratlos. Nach dem knappen, aber wichtigen Erfolg in Augsburg schien es, als wären die Eisbären auf dem richtigen Weg, doch gegen Straubing folgte der nächste Rückschlag. Nationalspieler Jens Baxmann kritisierte die fehlende Einstellung in dem Spiel gegen die Tigers und sah darin den entscheidenden Unterschied zur Partie am Freitag. Manager Peter John Lee wollte sich nach dem Schlusspfiff vorerst nicht zum Spiel und der aufkommenden Trainerdiskussion äußern.

Der Serienmeister nun Schlusslicht der DEL

In der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga liegen die Eisbären nun mit zehn Punkten nach elf Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. Der Rückstand auf Rang sechs, auf dem derzeit der ERC Ingolstadt liegt und der die direkte Teilnahme an den Play-offs sichert, beträgt bereits acht Punkte. Ein Grund für den schwachen Saisonstart sind auch die bisher gezeigten Leistungen in Unter- und Überzahl. Gerade einmal in 11,5 Prozent aller Powerplays findet der Puck bei den Eisbären den Weg in das Tor. Lediglich die Grizzly Adams Wolfsburg weisen einen noch schlechteren Wert auf. Auch in Unterzahl haben die Berliner noch nicht zu ihrer alten Stärke gefunden, bereits neun Gegentore erhielten die Eisbären mit mindestens einem Spieler weniger auf dem Feld.

Nun kommt es am Freitag zum Duell mit den Hamburg Freezers, die aktuell auf dem vorletzten Platz in der Deutschen Eishockey Liga aufzufinden sind. Zwei Tage später treten die Eisbären bei dem Geheimfavoriten, dem EHC Red Bull München, und somit auch beim früheren Berliner Trainer Pierre Pagé an.

Bild:Eisbären Berlin von betsyweber, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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