Green Lantern auf RTL: Ryan Reynolds als Superheld

13. Oktober 2013 - 19:13 - keine Kommentare

RTL zeigt zum ersten Mal im Fernsehen die Comicverfilmung „Green Lantern“: Der Science-Fiction-Superheld muss sich mit seinen neu gefundenen Kräften gegen ein uraltes Monster stellen – der Film gilt als Versuch, eine „Avengers“-artige Reihe auch für die DC-Superhelden zu begründen.

Der Testpilot Hal Jordan (Ryan Reynolds) findet einen magischen Ring, der ihn zum Nachfolger des verstorbenen Wächter des Universums Abin Sur (Temuera Morrison) macht – als „Green Lantern“ soll er nun die Erde vor allerlei Unbill aus dem Weltraum bewahren, in erster Linie vor dem Angst-Ungeheuer Parallax. Dies wurde in grauer Vorzeit von den Wächtern eingesperrt, konnte aber nun entkommen und hat sich in den Wissenschaftler Hector Hammond (Peter Sarsgaard) eingenistet. Mit der Hilfe anderer Mitglieder des „Green Lantern Corps“ und seinem Kraftring muss Hal Jordan die Welt retten. In weiteren Rollen sind Blake Lively, Mark Strong, Angela Bassett und Tim Robbins zu sehen, im englischen Original wurden einige der Aliens mit den Stimmen von Geoffrey Rush, Michael Clarke Duncan und Clancy Brown ausgestattet.

Green Lantern: Superheldenverfilmung mit Ryan Reynolds

„Am hellsten Tag, in finsterster Nacht, entgeht nichts Böses meiner Wacht“ – Green Lantern gehörte seit seiner Neuentwicklung in den 1950ern nur bedingt zu den großen Helden des DC-Universums, konnte dafür aber jeher mit spannenden und zeitgeistigen Storys aufwarten. Als Reaktion auf das abnehmende Interesse an Superhelden waren die Science-Fiction-Geschichten um Hal Jordan, der seinen außerirdischen und magischen Ring mit dem oben genannten Mantra an seiner grünen Laterne aufladen musste, ein Ausdruck des Atomzeitalters.

Im Laufe der Jahre konnte die Figur, die zeitweilig in Deutschland auch unter dem Namen „Grüne Leuchte“ auftrat, sich als Mitglied der „Justice League“ etablieren und vor allem durch die Erweiterung des Charakter-Spektrums auf das „Green Lantern Corps“ immer wieder überraschende Wendungen vollführen, bei denen es auch vielfach zum Wechsel des Hauptdarstellers kam und zu Storylines, die bei langjährigen Fans zu Missgunst führten, jedoch zu späteren Zeitpunkten in den Comicheften einer geradezu seifenoperartigen Logik folgten.

DC-Comic-Adaption auf RTL

Darin mag aber auch das Problem der Verfilmung von „Green Lantern“ durch Martin Campbell begründet sein: Die vielschichtigen, teilweise über Jahrzehnte entwickelten Storys werden hier in 114 Minuten verpackt, während mit den Vorstellungen der 50er, Geschichten der 90er und Comicverfilmungen der 2000er jongliert wird. Unausgegorene CGI-Effekte, die zudem drohen, den ganzen Film zu erdrücken, erschweren den filmischen Genuss zusätzlich.

Dafür lässt sich allerdings auch festhalten, dass die Filmemacher zumindest versucht haben, dem Comic-Charakter gerecht zu werden und einen Superhelden-Actionfilm zu gestalten, der sich nicht zu weit vom Ausgangsmaterial entfernt.

RTL zeigt „Green Lantern“ am Sonntag, den 13. Oktober 2013 als Free-TV Premiere ab 20.15 Uhr.

Bild: (c) RTL

 
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