Griechenland: Schulden sollen auf 50 Jahre verlängert werden

6. Oktober 2013 - 07:46 - keine Kommentare

Griechenland arbeitet weiterhin an einer Sanierung des Staatshaushaltes und sollten die Ziele in diesem Jahr erfüllt werden, haben die internationalen Geldgeber weiterer Erleichterungen versprochen. Eine Variante dabei wäre die Schulden aus den ersten Hilfszahlungen in Anleihen über 50 Jahren umzuwandeln und damit die Last über einen längeren Zeitraum zu verteilen.

Insgesamt 240 Milliarden Euro sind im Rahmen der Rettungspaket nach Griechenland geflossen, um das Mittelmeerland vor einer möglichen Pleite zu bewahren. Allein beim ersten Hilfspaket wurden Zahlungen in Höhe von 110 Milliarden Euro getätigt, die von den Euro-Länder und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie dem Euro-Rettungsfonds EFSF getragen wurden. Im Jahr 2025 sollen die ersten Rückzahlungen dieser Kredite erfolgen, aber allein die Zinsen dürften in den kommenden Jahrzehnten eine enorme Belastung für Griechenland darstellen. In diesem Zusammenhang haben die internationalen Geldgeber bereits signalisiert, dass man über weitere Erleichterungen sprechen könnte, wenn die griechische Regierung die Sparziele konsequent verfolgt und einen Überschuss im Haushalt erzielt.

Griechenland: Schulden sollen auf 50 Jahre verlängert werden

Derzeit denkt die Regierung daran die Kredite aus dem ersten Hilfspaket in Anleihen umzuwandeln. Damit würde man die Kredite im Prinzip um 50 Jahre verlängern und für eine deutliche Entlastung der Zinslast sorgen. Entsprechende Gespräche mit den Geldgebern seien bislang nicht geführt worden, sind aber angedacht, wenn ein entsprechender Überschuss im Haushalt erzielt wurde.

Bild:Griechenland von Konstantinos Dafalias, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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