Grüne: Neue Parteispitze schon ab Oktober

28. September 2013 - 07:39 - keine Kommentare

Die Führungsspitze der Grünen ist beinahe geschlossen nach der Wahlschlappe bei der Bundestagswahl zurückgetreten, nun will sich die Partei früher als angenommen einen neuen Vorstand suchen. Schon im Oktober soll darüber abgestimmt werden, wer den Parteivorsitz übernehmen soll.

Nur wenige Tage nach der Bundestagswahl 2013 haben die Spitzenpolitiker der Grünen die Konsequenzen für das schlechte Abschneiden ihrer Partei getragen: Jürgen Trittin, Claudia Roth und Renate Künast haben angekündigt, nicht mehr für den Vorstand verfügbar zu sein – schon im Oktober soll auf einem Parteitag die Frage der Nachfolge geklärt werden. Die drei und Katrin Göring-Eckardt als Teil des Spitzenduos zur Wahl sollen jedoch weiterhin die Sondierungsgespräche zu einer möglichen Koalition mit der CDU führen. Erfolgreiche Verhandlungen würden dabei von einer klaren Aufstellung der Partei profitieren.

Neue Parteispitze bei den Grünen schon im Oktober

Manche Vertreter der Grünen hatten darauf plädiert, noch eine Weile zu warten, bis sich ein neuer Parteivorsitz zusammenfinden kann, doch nun heißt es in einem Bericht der Online-Ausgabe des Magazins „Der Spiegel“, dass es am 19. und am 20. Oktober 2013 schon einen Parteitag geben könnte, auf dem ein Vorstand gewählt werden könnte. Die Angaben beziehen sich auf ein Landes-, Bundesspitzen- und Parteirats-Treffen am Freitag nach der Bundestagswahl in Berlin. Ursprünglich war der November ins Auge für diesen Schritt gefasst worden.

Weiterhin heißt es, Cem Özdemir will sich als Parteichef bestätigen lassen, während Simone Peter, Umweltministerin im Saarland, sich als Parteivorsitzende für Claudia Roth aufstellen lassen möchte und Steffi Lemke, Bundesgeschäftsführerin, noch über eine Bewerbung nachdenke. Laut Özdemir sollen in den Koalitionsgesprächen auch wieder die Kernkompetenzen der Partei betont werden. Sie sollen „ernsthaft geführt“ werden und vor allem auf die Thematik der Nachhaltigkeit eingehen.

Rückbesinnung auf Kernkompetenz: Özdemir betont Nachhaltigkeit als Politik-Thema

Im Wahlkampf wurde vielfach bemängelt, die Umweltpolitik, ehemals Hauptthema der Grünen, sei in den Hintergrund getreten oder sei der Partei durch die CDU sogar abgenommen worden. Cem Özdemir wird im „Spiegel“ mit den Worten zitiert, sie wollen keine „Politik machen, die die CO2-Emissionen hochtreibt“. Bei einer Beteiligung an der Regierung, müsse darauf geachtet werden, dass die Nachhaltigkeit nicht zu kurz käme.

Bild:Cem Özdemir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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