Wasser, Schlamm – und wer bezahlt? Flutopfer rufen nach Hilfe im ZDF

24. September 2013 - 18:55 - keine Kommentare

Die „ZDFzeit“ Dokumentation „Wasser, Schlamm – und wer bezahlt? Flutopfer rufen nach Hilfe“ wirft einen Blick auf die Situation an Elbe und Donau 100 Tage nach der Jahrhundertflut: Die Naturkatastrophe hat gewaltige Schäden angerichtet und Existenzen zersört, aber auch Solidarität hervorgerufen.

Als gerade erst im Juni die Schreckensmeldungen aus Süd- und Ostdeutschland eingingen, die vom Übertreten der Donau und der Elbe berichteten, konnte kaum jemand ahnen, dass die Schäden sogar noch gravierender ausfallen würden als vor zehn Jahren, als das letzte Mal die Überschwemmungen einer „Jahrhundertflut“ große Abschnitte des Landes zerstörten. „Wasser, Schlamm – und wer bezahlt? Flutopfer rufen nach Hilfe“ wird als Dokumentation im Rahmen der „ZDFzeit“ Reihe von den Aufräumarbeiten berichten, die Kosten der Katastrophe aufrechnen und mit Betroffenen sprechen. Auch wird die Frage nach der Gefahr weiterer Desaster und der Vorbereitung darauf gestellt.

Wasser, Schlamm – und wer bezahlt? Doku zur Jahrhundertflut

Auf zwei Milliarden Euro wird die Schadenshöhe durch die Jahrhunderflut 2013 allein in Sachsen-Anhalt geschätzt. Hierzu kommen die persönlichen Schicksalsschläge, denn viele Menschen in den betroffenen Regionen haben innerhalb von zehn Jahren gleich zweimal ihre gesamte Existenzgrundlage durch die Wasserkatastrophen einbüßen müssen. Gerade diese individuellen Geschichten will die „ZDFzeit“ Doku 100 Tage nach der Flutkatastrophe ausfindig machen und dabei auch herausfinden, ob die Spenden und solidarischen Engagements bei den Flutopfern angekommen sind.

Soforthilfen wurden wohl geleistet, doch der Hilfsfonds, der für die Opfer gesammelt wurde, ist noch nicht ausgezahlt worden. Nun stehen Hausbesitzer vor ihren Ruinen, die sie nicht reparieren können, vor ihren mittelständischen Unternehmen, die am Ende sind und vor einer zerstörten Infrastruktur. Einzelschicksale, wie die Geschichte von Gernot Quaschny aus Fischbek, der ein Hausboot auf sein Grundstück stellte, falls er wieder von der Flut überrascht wird, werden ebenso vorgestellt, wie die offiziellen Maßnahmen, wie etwa das Flutsystem, das in Grimma umgesetzt werden soll.

Einzelschicksale und regionale Katastrophe: Flutopfer rufen nach Hilfe

Auf wissenschaftlicher Seite soll erläutert werden, welche Faktoren eine solche Überschwemmung begünstigen und wie sie in Zukunft aufgehalten werden können. Der Klimawandel wird dabei beleuchtet wie neue bautechnische Ideen, die gegen die Flutwelle schützen sollen. Auch die Folgen für die Landwirtschaft und die Trinkwasserversorgung sollen nicht unbeachtet bleiben, wenn „Wasser, Schlamm – und wer bezahlt? Flutopfer rufen nach Hilfe“ am Dienstag, den 24. September 2013, um 20.15 Uhr im ZDF mit Betroffenen über die 100 Tage nach der Jahrhundertflut spricht.

Bild:Flut von Zeitfixierer, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Wasser, Schlamm – und wer bezahlt? Flutopfer rufen nach Hilfe im ZDF

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!