Promi Big Brother auf Sat.1: Was passiert mit den Bewohnern?

20. September 2013 - 18:53 - keine Kommentare

Die erste Woche von „Promi Big Brother“ geht heute auf Sat.1 zu Ende und die Neuauflage der Container-Show, die sich dieses Mal aus vermeintlichen Fernsehpersönlichkeiten zusammensetzt, hat eine neue Mitbewohnerin: Georgina Fleur soll die Trash-TV-Sendung aus dem Mittelmaß holen.

Mit David Hasselhoff ist der einzige Container-Insasse aus dem „Promi Big Brother“ Haus ausgezogen, der den „Promi“-Titel auch wirklich verdient hätte: Die restlichen Persönlichkeiten-Darsteller haben in den letzten Jahren bestenfalls durch Skandälchen geglänzt, wenn sie überhaupt von einem Großteil des Publikums gekannt werden, oder sind quer durch das Trash-TV geschleift worden, um eine künstliche Aufmerksamkeit ohne tatsächliche Leistung zu erzeugen. Auch mit der neuen Bewohnerin Georgina Fleur hat sich dieses Konzept nicht geändert – wurde in den ersten Jahren der Dauerüberwachungsshow noch versucht, die persönlichen Probleme des Prekariats im Fernsehen auszuwälzen, ist die Sat.1-Variante nur ein müder Abklatsch vom „Dschungel-Camp“.

Promi Big Brother: Z-Prominenz, Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn

Peinlich und langweilig lautet das mediale Urteil für den Versuch von Sat.1, „Celebrity Big Brother“ auch in Deutschland zum Erfolg zu führen: Zurecht stellt man sich die Frage, wer diese Leute sind, die sich dort unter kaltem Wasser gegenseitig abrubbeln sollen, über belanglose Dinge reden, als menschliche Zitronenpresse den GV simulieren oder im Heuhaufen super-originell nach Nadeln suchen und zwischendurch immer wieder duschen – denn Prominente sehen in der Regel anders aus.

Jenny Elvers kennt man von ihren Männer- und Alkoholproblemen, Martin Semmelrogge durch seine Knastgeschichten, David Hasselhoff rannte früher am Strand entlang, ist nun aber freiwillig ausgeschieden – Glückwunsch, möchte man ihm zurufen, denn so muss er nicht den nun erwarteten und inszenierten „Zickenkrieg“ miterleben, wenn Georgina Fleur ihre beim „Bachelor“ und „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ erworbenen Fähigkeiten, ihre Umgebung zu nerven auch hier einsetzt.

Mit weiterer Ausnahme von Marijke Amado, die in grauer Vorzeit einmal etwas moderierte und in den letzten Jahren vornehmlich durch die Promi-Sendungen tingelte, und der Ex-“No Angels“-Sängerin Lucy Diakovska verbleiben im Big-Brother-Haus nun nicht mehr viele weitere KandidatInnen, die auch nur ansatzweise das Versprechen des Moderatoren-Teams aus Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn einlösen, „A-Kategorie“-Prominenz einladen zu wollen.

Kein Erfolg für die Neuauflage der Container-Show auf Sat.1

Ein Umstand, der auch dem Publikum aufgegangen ist: Innerhalb von nur einer Woche ist die Quote für „Promi Big Brother“ von 3,21 Millionen Zuschauern auf 1,34 Millionen gefallen, der Marktanteil schrumpfte von 19 auf 8,7 Prozent. Noch eine weitere Woche soll das Debakel weitergehen, das doch eigentlich das Interesse an der ehemals ultra-erfolgreichen Mutter allen Trash-TVs erneuern sollte.

Am Freitag, den 20. September 2013 wird der siebente Tag von „Promi Big Brother“ um 20.15 Uhr auf Sat.1 laufen.

Bild: Foto: © SAT.1/Paul Schirnhofer

 
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