Die Milliarden-Zocker – Wie sicher sind unsere Banken? Dokumentation im ZDF

17. September 2013 - 18:54 - keine Kommentare

Die „ZDFzeit“ Dokumentationsreihe berichtet über „Die Milliarden-Zocker“ und fragt „Wie sicher sind unsere Banken?“. Der Film von Jean-Christoph Caron und Tristan Quinn sieht sich das Risikomanagement der großen Bankhäuser fünf Jahre nach Beginn der Finanzkrise durch die Lehman-Pleite an.

„Die Milliarden-Zocker“ legen an den Finanzmärkten das Geld von Sparern und Unternehmern an, wetten auf den Ausgang von Handelsgeschäften, rechnen mit hohen Gewinnen und nehmen dabei auch gigantische Verluste in Kauf. In der „ZDFzeit“ Dokumentation gehen Jean-Christoph Caron und Tristan Quinn den Veränderungen seit der Pleite der Lehman Bank auf den Grund und wollen von Politikern und Bankern wissen „Wie sicher sind unsere Banken?“. Dabei geht es auch um die persönlichen Einstellungen der Finanzspieler zu den Millionen anderer Leute und der Kultur des ganz großen Geldes.

ZDFzeit Doku: Die Milliarden-Zocker

Das Bankwesen ist zum größten Teil eine virtuelle Angelegenheit: Zwar zahlt ein Kunde physisches Geld an einem Ort ein und kann dieses auch an einem anderen Ort abholen, doch Zinsen, Umsätze, Gewinne, Renditen und nicht zuletzt Optionen und Handelswert sind rein rechnerische Größen, die in erster Linie auf dem Papier bestehen – sollten alle Bankkunden, Gläubiger und Geschäftspartner gleichzeitig ihr Geld einfordern, könnten die Banken diese Anfragen nicht stemmen. Ein sogenannter „Bank Run“ würde das fragile System zum einstürzen bringen.

Und das muss nicht einmal auf realer Ebene geschehen, wie der Fall der Lehman Brothers im Jahr 2008 zeigte: Man hatte sich verspekuliert, die Gewinne konnten nicht erbracht werden, die Partner verloren das Vertrauen in die Bank und forderten die Schulden ein. Das Traditionsunternehmen wurde zahlungsunfähig – und drohte die gesamte Finanzwelt mit sich zu reißen. Damit das Geldsystem nicht einbricht, wurden politische Lösungen gefunden, die „systemrelevante“ Banken, und damit die Volkswirtschaften, schützen sollten.

Die größere Kontrolle der Banker hat auch zu einer Beruhigung des Marktes und der Anleger geführt – doch die Milliardendeals werden auch weiterhin abgeschlossen und die Gefahr besteht, dass sich die Investmentbanker erneut bei ihrem Spiel auf Risiko verkalkulieren. Wie etwa 2011, als bei JP Morgan ein Geschäft um 157 Milliarden Dollar platzt.

Wie sicher sind unsere Banken? Spielsucht im Finanzsystem

Was dem einen als Beispiel für gierige Banken und nimmersatte Banker dient, wird von anderen jedoch als „absolut wichtig“ für das Finanzsystem angesehen: Jürgen Fitschen, Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, verwehrt sich gegen Zockereivorwürfe und erklärt die wirtschaftlichen Zusammenhänge in der „ZDFzeit“ Dokumentation.

Was Finanzexperten, die Politik und die Banker selbst dazu sagen, kann man am Dienstag, den 17. September 2013, um 20.15 Uhr im ZDF sehen, wenn „Die Milliarden-Zocker – Wie sicher sind unsere Banken?“ ausgestrahlt wird.

Bild:Banken von Moritz Sirowatka, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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