Erhöhung der EEG-Umlage: Ökostrom-Kosten steigen 2014

9. September 2013 - 11:55 - keine Kommentare

Die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll ab 2014 um ein Drittel auf 6,5 bis 7 Cent pro verbrauchte Kilowattstunde steigen: Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 20.000 Kilowattstunden in einem Familienhaushalt würde dies pro Jahr über 1.300 Euro ausmachen.

Die Stromkosten steigen und einen besonderen Anteil trägt daran der Ökostrom: Durch das EEG werden die Kosten der Förderung der Energiewende auf die Stromrechnungen der Verbraucher umgelegt und dieser anteilsmäßige Betrag steigt kontinuierlich. Vor rund einem Jahr ging man davon aus, dass der derzeitige Preis von 5,28 Cent auf 5,74 Cent steigen könnte, nun scheint es Berechnungen zufolge als gesichert zu gelten, dass die Ökostrom-Umlage auf zwischen 6,5 bis 7 Cent im kommenden Jahr steigen könnte. Legt man einen Durchschnittsverbrauch einer vierköpfigen Familie von 20.000 Kilowattstunden im Jahr zugrunde, würde dies 1.300 bis 1.400 Euro gesamt oder 150 bis 250 Euro mehr bedeuten, die für den grünen Strom bezahlt werden müssen.

Energiewende: Ökostrom-Umlage könnte auf 7 Cent steigen

Während Greenpeace davon ausgeht, dass die nächste Erhöhung der EEG-Umlage 15 Prozent betragen könnte, errechnet die Bundesnetzagentur ein Viertel und manche Medienberichte gehen gar von einem Drittel aus, um das der Ökostrom steigen könnte. Gemäß den aktuellen Angaben der Übertragungsnetzbetreiber zu den Einnahmen- und Ausgabenpositionen weist das Konto für den Ökostrom ein Saldo von minus 2.691.166.648,46 aus – ein Betrag, der von den Stromkunden getragen wird.

Vor allem Kunden, die ihren Strom über die sogenannte Grundversorgung beziehen, zu der die ansässigen Energielieferanten verpflichtet sind, werden dabei mit deutlich zu hohen Preisen konfrontiert: Ein Wechsel zu einem günstigeren Tarif des eigenen Anbieters oder zu einem gänzlich anderen Stromlieferanten, kann die Stromrechnung um bis zu 600 Euro mindern, je nach Angebot und Verbrauch. Vorsicht ist allerdings bei Stromtarifen geboten, die günstige Preise durch Vorkasse und Kautionen errechnen: In der Vergangenheit sind bereits einige Anbieter daran gescheitert und Kunden, die schon Vorauszahlungen geleistet haben, mussten somit doppelt zahlen.

Stromanbieter-Wechsel: Geringere Stromrechnung durch günstigere Tarife

Denn kann ein Stromkonzern nicht mehr liefern, rutscht man automatisch in die Grundversorgung des jeweils ansässigen Stromerzeugers: Dadurch wird zwar gewährleistet, dass Kunden nicht ohne elektrische Energie auskommen müssen, aber mögliche Vorauskasse-Leistungen verfallen dann und der Tarif ist wieder sehr teuer.

Ein Stromanbieterwechsel ist dennoch eine gute Idee, um die kommende Erhöhung der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz aufzufangen: Bei einem Stromanbieter-Vergleich kann man den günstigsten Anbieter in der jeweiligen Region ermitteln und zudem die weiteren Konditionen, wie etwa einer Festpreis-Garantie über einen bestimmten Zeitraum, auf den eigenen Bedarf abstimmen.

Bild:Ökostrom von Rinaldo W., CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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