Konsumklima: Aufwärtstrend wird aufgehalten

28. August 2013 - 12:11 - keine Kommentare

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat ein neues Konsumklima ermittelt: Demnach soll im kommenden Monat die Kauffreude um 0,1 Punkte auf 6,9 sinken. Grund zur Sorge bestünde jedoch nicht, da die anhaltend guten Faktoren für eine baldige Stabilisierung sorgen würden.

Der Arbeitsmarkt ist laut der Gesellschaft für Konsumforschung stabil, die Entwicklung des Einkommens wird als gut bezeichnet – und doch fällt das Konsumklima um 0,1 Punkte. Die GfK hat in ihrer neuesten Umfrage herausgefunden, dass bei den deutschen Konsumenten derzeit die Skepsis zur Schuldenkrise auf internationaler Ebene wieder angestiegen sei und auch die eigene finanzielle Situation nicht mehr so positiv gesehen wird, wie noch in den vorangegangenen Monaten, so dass die Käufer davon ausgehen, dass die Wirtschaft nur verhalten ansteigt.

GfK-Konsumklima: Schuldenkrise und steigende Preise senken die wirtschaftliche Erwartungen

Bei der Konjunkturerwartung, einem der Umfragepunkte beim Konsumklima, konnte dreimal in Folge ein Anstieg erlebt werden, nun wird der Optimismus erheblich gedämpft: 2,5 Punkte verliert der Wert, der nun auf 1,8 Zähler sinkt – allerdings hat er sich jahrelang auf 0 gehalten und verbleibt auch im September im positiven Bereich.

Auch die Erwartungen an das Einkommen haben sich abgeschwächt: Um 5,6 Punkte gefallen, wird aber dennoch ein überdurchschnittlich hoher Wert von 37,2 Punkten gemessen. Als Erklärung hierfür bietet die GfK eine Verbindung zwischen der Konjunkturerwartung, der auf 1,9 Prozent gestiegenen Inflation und den steigenden Produktpreisen an, die demnächst erwartet werden.

Während die Umfrageergebnisse die Einschränkung der Kaufkraft in Betracht zieht, sehen sie auch den weiterhin hohen Wert, der auf die gute Beschäftigungssituation zurückgeführt wird.

Gesamtindikator fällt um 0,1 Punkte, Gesellschaft für Konsumforschung bleibt optimistisch

Im kompletten Gegensatz hierzu hat sich die Anschaffungsneigung der Konsumenten um 3,7 Punkte erhöht und liegt nun bei 44,4 Zähler, dem höchsten Wert seit 2006. Die GfK mutmaßt aus ihren ermittelten Zahlen, dass die Käufer noch immer in teure und dauerhafte Anschaffungen investieren, um sich gegen mögliche Finanz- und Wirtschaftseinbrüche abzusichern.

All diese Indikatoren und Faktoren zusammengenommen ergeben einen Wert von 6,9 Punkten für das Konsumklima im September. Die Prognosen für den August betrugen noch 7 Punkte, doch trotz des Abfalls um 0,1 seien „die Chancen überaus groß“ für eine Stabilisierung der Werte in den nächsten Monaten, heißt es in der Pressemitteilung der Gesellschaft für Konsumforschung.

Bild: Supermarkt von keees, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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