Angriff auf AfD: 16 Menschen bei Wahlkampfveranstaltung von Vermummten verletzt

26. August 2013 - 11:01 - keine Kommentare

Bei einer Wahlkampfveranstaltung der „Alternative für Deutschland“ haben bis zu 25 vermummte Personen die Rede von Bernd Lucke gestört. Sie schubsten den AfD-Sprecher vom Rednerpult, setzten Reizgas ein und verletzten dabei 16 der anwesenden Personen. Drei der Angreifer wurden festgenommen.

Auf der Bremer Waldbühne kam es zu einem Übergriff bei einer Wahlkampfveranstaltung der AfD: 20 bis 25 dunkel gekleidete Personen, die ihre Gesichter mit Sonnenbrillen getarnt hatten, stürmten aus dem Waldgelände auf die Veranstaltung der durch Anti-Euro-Politik bekannt gewordenen Partei, als deren Vorstandssprecher und bekanntestes Mitglied Bernd Lucke gerade seine Rede hielt. Die Vermummten setzten Pfefferspray ein, stießen den Wirtschaftsprofessor vom Pult, bezeichneten ihn als „scheiß Nazi“ und verließen die Veranstaltung wieder – ein Helfer, der sie verfolgte, wurde mit einem Messer an der Hand verletzt. Die Polizei konnte drei der jungen Männer wegen Landfriedensbruch festnehmen.

Wahlkampf-Störung: Vermummte stürmen AfD-Kundgebung

Bei dem Angriff auf die AfD-Wahlkundgebung wurden 16 anwesende Personen durch das Reizgas an Augen und Atemwegen verletzt, darunter auch zwei Kinder im Alter von sieben und elf Jahren. Einer der drei festgenommenen Täter zwischen 22, 25 und 27 Jahren ist der Polizei aus der linksextremen Szene bekannt. Die Wahlveranstaltungen der „Alternative für Deutschland“ wurden in den vergangenen Wochen des Öfteren Ziel von linken Gruppen, die der Partei vorwerfen, rechtspopulistisch zu sein und als Auffangbecken für den rechten Rand zu dienen.

Bernd Lucke, der die Wahlkampfveranstaltung fortsetzte, verglich erneut die Vorfälle mit Zuständen, die letztmalig in der Weimarer Republik zu beobachten gewesen wären, nannte die linken und autonomen Gruppen „Schlägertrupps“ und forderte die „Geduld gegenüber linksextremen Gruppierungen aufzugeben“. Zu dem Vorfall existiert auch ein Videomitschnitt, der jedoch lediglich zwei Personen zeigt, die auf die kleine Bühne stürmen und Lucke stoßen.

Bernd Lucke fordert härteres Vorgehen gegen Kriminelle, Politiker verurteilen Angriffe

Auch Politiker anderer Parteien haben den Übergriff verurteilt: FDP-Generalsekretär Patrick Döring nannte es einen „Angriff auf die Demokratie“ und Volker Beck, der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, sagte, dass gewalttätige, politische Auseinandersetzung zu verurteilen sei, auch bei jenen Kandidaten, die er als „rechtspopulistisch“ identifiziert und die „Ressentiments bedienen“ würden.

Gegen Mitglieder der AfD und ihre Wahlkampfveranstaltungen wurden aus etlichen Gemeinden Übergriffe und Bedrohungen gemeldet, die von der Polizei noch auf deren Ausmaße und Wahrheitsgehalt geprüft werden.

Bild: Euro Münze von Skley, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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