Reality Queens auf Safari auf Pro7

22. August 2013 - 19:17 - keine Kommentare

Pro7 scheint keine Idee zu abgeschmackt, keine Prominenz zu unbekannt und keine Sendung zu verwerflich: „Reality Queens auf Safari“ schickt zur besten Sendezeit Kandidatinnen, die allesamt eine Aversion gegen Textilien besitzen, als zweifelhafte Vorbilder, zumindest aber zum Fremdschämen, nach Afrika.

Auch Pro7 schickt sogenannte Promis in die Wüste: „Reality Queens auf Safari“ folgt dem RTL-Konzept von „Wild Girls“ und lässt halb oder gar nicht bekannte Fernseh-Frolleins auf unbedarfte Buschleute los. Doch anstatt, dass man sich hierzulande freut, die Z-Prominenz weit weg wähnen zu dürfen, werden die dumpfbackigen Eskapaden auch noch gesendet. Zwölf Damen stolpern also durch Afrika, müssen „Challenges“ (ein Wort, das erst durch Heidi Klum überhaupt ins allgemeine Bewusstsein drang) lösen und letztlich als einzige übrig bleiben. Denn neben dem besonders originellen Titel „Queen of Reality Queens“ winken auch 50.000 Euro, die die Damen vermutlich auch dringend brauchen.

Reality Queens: Die Wild Girls Variante von Pro7

Machen wir uns nichts vor: Die meisten Prominenten, die Pro7 und RTL präsentieren, sind deshalb prominent, weil Pro7 und RTL sie präsentieren. Oder mit anderen Worten: So gut wie alle von ihnen können nichts, außer ihr Gesicht in jede sich bietende Kamera zu halten. Und im Falle der „Reality Queens“ dürften es den Ankündigungen des Privatsenders zufolge auch verschiedene andere Körperteile sein. Dafür spricht die Beteiligung von Micaela Schäfer, die ihre Karriere darauf gegründet hat, keine Kleidung zu tragen, und auch von Bettie Ballhaus, die neben der geringen Textilmenge auch noch zwei schlagende Argumente vorweist.

In weiteren, wenig angezogenen Auftritten kann man das Cholerik-Model Tessa Bergmeier erleben, das oftmals ebenfalls ausgeblätterte It-Girl Nina Kristin, Kelly Trump, die manchem Zuschauer noch durch Porno-Filme bekannt sein dürfte, „Big Brother“ Duscherin Sabrina Lange, Janina Youssefian, die mit Dieter Bohlen nicht nur inflagranti, sondern auch in einem Teppichgeschäft erwischt wurde und die auf YouTube als „SexyJulia“ bekannte Julia Fljat sehen.

Z-Promis auf Safari in Afrika

Des Weiteren verbrät Pro7 die über eigene Shows überhaupt erst ins Rampenlicht gezerrten Sternchen Tialda van Slogteren („Room2012“) und Gabriella („Queensberry“), beide Popstars-Gewinnerinnen, und die „Bachelor“-Kandidatinnen Nancy Senga und Sandra Specht alias Sunny S. Woodpecker.

Der Privatsender setzt also einerseits auf potentiell nackte Tatsachen und andererseits darauf, dass das Publikum sich zu gleichen Teilen aus jenen zusammensetzt, die alles weibliche angeifern, solange es nur auf der Mattscheibe tänzelt, und aus jenen, die genau über diese Kandidatinnen sich süffisant amüsieren wollen. Von „Reality Queens“ ist zumindest bei der Kandidaten-Zusammenstellung nicht viel zu sehen und das gleiche Klientel von Buchstaben-Promis, welche sich etwas weiter vorne im kollektiven Gedächtnis befinden, sind schon bei RTL gelandet.

„Reality Queens auf Safari“ wird sich dennoch genauso wenig verhindern lassen, wie die diesjährige Grippewelle und am Donnerstag, den 22. August 2013, auf Pro7 um 20:15 Uhr anlaufen.

Bild:Micaela Schäfer von Kecko, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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