Welterschöpfungstag 2013: Erneuerbare Ressourcen sind in diesem Jahr aufgebraucht

20. August 2013 - 11:39 - keine Kommentare

Jedes Jahr errechnet die Umweltschutzorganisation WWF jenen Tag, an dem alle Ressourcen der Erde abgebaut sind, die sich binnen eines Jahres regenerieren können: 2013 fällt der sogenannte „Welterschöpfungstag“ auf den 20. August – zwei Tage früher als noch im letzten Jahr.

Der „Welterschöpfungstag“ markiert jenen Moment, an dem die Menschen mehr verbrauchen, als dass die Erde in einem nachhaltigen Maße liefern könnte: Am heutigen 20. August beginnt der diesjährige Raubbau an den Ressourcen. Die Berechnungen, die dieser Tagesbestimmung zugrunde liegen, werden an 5.400 internationalen Datenpunkten in 150 Ländern seit 1961 durchgeführt. Laut dem World Wildlife Fund (WWF) verbraucht die Menschheitschon seit 30 Jahren mehr Rohstoffe als nachwachsen können. 150 Prozent Mehrbedarf bis zum Ende des Jahres hat die Umweltschutzorganisation berechnet und weist auf wachsenden Bedarf hin.

Welterschöpfungstag: Alle nachhaltig regenerierbaren Ressourcen der Erde sind erschöpft

Die Umweltschutzorganisation will mit der Information zum „Welterschöpfungstag“ auf die Abnutzungserscheinungen der Erde hinweisen: Rein rechnerisch, so der WWF, benötigen die Menschen im Jahr 2030 die Ressourcen von zwei Planeten, um den Bedarf zu decken, bis 2050 sollen es sogar drei sein – die Übernutzung der Rohstoffe sei auch am Artensterben, schwindenden Fischbeständen, dem Klimawandel, fehlendem Wasser und verschwindendem, antarktischem Eis zu erkennen.

Unser Ökosystem ist klar aufgestellt und wird durch übermäßigen Konsum gestört: Die verschiedenen, abgebauten Stoffe erneuern sich innerhalb einer Sonnenumrundung zu großen Teilen wieder, doch die industrielle Förderung nimmt mehr aus der Erde als diese überhaupt regenerativ bietet, so dass irgendwann auch die „stillen Reserven“ aufgebraucht sein werden. Christoph Heinrich, Geschäftsleiter Naturschutz beim WWF Deutschland, weist auch auf die Auswirkungen für die Menschen in armen Ländern hin: Sie würden sich am wenigsten an der Ausbeutung des Planeten beteiligen, so der Experte, würden aber die Konsequenzen in Form von Hunger, Durst und Naturkatastrophen am stärksten tragen müssen.

Umweltschutzorganisation WWF: 150 Prozent der natürliche Ressourcen werden 2013 benötigt

Die gemeinsame Herausforderung an die Menschheit bestünde darin, umweltbewusster hauszuhalten: Der WWF fordert die Steigerung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf 40 Prozent bis 2030, das Aufhalten des Waldsterbens, bewussten Fleischkonsum und energieeffiziente Produktionstechniken, während die Mobilität ebenfalls umweltfreundlicher gestaltet werden sollte.

Der „Welterschöpfungstag“, an dem der Verbrauch natürlicher Ressourcen -kapazität aufgebraucht sei, fällt, wurde gemäß Berechnungen des „Global Footprint Networks“ am 20. August 2013 zwei Tage eher erreicht als 2012.

Bild: WWF von Stéfan, CC BY – bearbeitet von borlife.

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