Anschlag-Warnung: Terrorismus-Gefahr bei Schnellzügen

19. August 2013 - 12:17 - keine Kommentare

An die deutschen Sicherheitsbehörden ist eine Warnung ergangen, dass Anschläge auf Schnellzüge geplant seien. Der US-Geheimdienst NSA habe aus abgehörten Telefongesprächen erfahren, dass die islamistische Terrororganisation al Qaida europäische Ziele für eine ganze Reihe von Attentaten ausgemacht habe.

Das Terrornetzwerk Al-Qaida scheint erneut auf dem Vormarsch zu sein: Im letzten Jahr waren vier tunesischstämmige, in Pakistan ausgebildete Männer im Grenzgebiet zwischen dem Iran und der Türkei verhaftet worden, die im Verdacht standen, in Europa eine Reihe von Anschlägen geplant zu haben. Nun ist bekannt geworden, dass weitere Attentate von Islamisten vorbereitet worden seien. Im Visier der Terroristen stünden dabei vor allem Schnellzüge und Eisenbahnlinien im europäischen Schienennetz, wie der US-Geheimdienst NSA herausgefunden haben will. Dieser habe eine entsprechende Warnung auch an deutsche Sicherheitskreise weitergeleitet.

NSA warnt vor Terror-Anschlägen auf europäische Schnellzüge

Laut Medienberichten seien führende Mitglieder von Al-Qaida telefonisch abgehört worden. Bei den Gesprächen hätten auch Anschläge auf Züge in Europa im Mittelpunkt gestanden, wobei nicht klar sei, welche Ziele auf welche Weise angegriffen werden sollten. Trassen und Schienen seien dabei genauso durch Bomben gefährdet, wie Oberleitungen, Tunnels, Bahnhöfe oder die Schnellzüge selbst. Auch ob es sich bei den möglichen Anschlägen um Sabotage oder um Sprengsätze handelt, konnte bislang nicht geklärt werden.

Die Sicherheitskräfte haben daher in den vergangenen zwei Wochen ihre Arbeit intensiviert. Hierzu seien „unsichtbare Maßnahmen“ ergriffen worden, zu denen auch Zivilstreifen gehören, die von der Bundespolizei an den Bahnhöfen und den ICE-Trassen der Deutschen Bahn zusätzlich zu den regulären Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt würden.

Al-Qaida plant Attentate: Sicherheitsbehörden intensivieren Schutzmaßnahmen

Seit Wochen reißt die Kritik am US-Geheimdienst NSA wegen des Spionage-Skandals um das Datenabfang-Programm „Prism“ nicht ab. Die „National Security Agency“ hatte das Vorgehen wiederholt mit dem Kampf gegen den Terror gerechtfertigt: Die gesammelten Daten hätten vielerorts dazu geführt, dass Anschläge verhindert wurden, hieß es immer wieder. Bis zum 31. August 2013 gilt für amerikanische Bürger aktuell eine Reisewarnung.

Bild:ICE von dmytrok, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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