Griechenland: Arbeitslosigkeit auf einem Rekordniveau

9. August 2013 - 07:01 - keine Kommentare

Auch wenn vielerorts schon von einer Erholung gesprochen wird, hat die Euro-Krise zumindest Griechenland noch fest im Griff. Die Arbeitslosigkeit in dem Mittelmeerland ist im Mai diesen Jahres auf ein Rekordniveau gestiegen und Experten sehen erst für das Jahr 2015 einen deutlichen Aufwärtstrend.

Die Euro-Krise hat Griechenland besonders hart getroffen. Seit mittlerweile sechs Jahren steckt das Land in einer tiefen Rezession, die auch in den kommenden Monaten nicht zu Ende sein wird. Auch der boomende Tourismus konnte bis dato keine Abhilfe schaffen, obwohl dieser trotz der negativen Meldungen ungebrochen im Aufwärtstrend ist. Mittlerweile 17 Prozent trägt der Tourismus zur griechischen Wirtschaftsleistung und man hatte in diesem Sommer gehofft, dass man aufgrund dessen etwas Milderung bei den Arbeitsmarktzahlen verzeichnen kann.

Griechenland: Arbeitslosigkeit auf einem Rekordniveau

Allerdings scheint auch der Sommertourismus die negative Entwicklung nicht vollständig kompensieren zu können. Für Mai 2013 muss man nun eine neue Rekordarbeitslosigkeit in Griechenland vermelden, die bei 27,6 Prozent liegt und damit doppelt so hoch ist wie der Durchschnitt in der Euro-Zone (12,1 Prozent). Besonders die Jugendarbeitlosigkeit mit Werten über 60 Prozent zeigt deutlich die strukturellen Schwächen des Mittelmeerlandes.

Die niedrige Nachfrage im eigenen Land und der angestrebte Strukturwandel in der griechischen Wirtschaft sind die Hauptgründe für den weiteren Anstieg. Bei der griechischen Zentralbank geht man derzeit davon aus, dass die hohe Arbeitslosigkeit erst ab dem Jahr 2015 ein Ende haben wird.

Bild:Griechenland von Konstantinos Dafalias, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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