Digitale Daten: Volumen wird in sieben Jahren 40 Zettabyte erreicht haben

17. Juli 2013 - 11:21 - keine Kommentare

Die Zeiten, in denen ein Rechner noch einen ganzen Raum füllte, mögen vorbei sein, doch die heutigen Rechenzentren können durch die weltweite Vernetzung die vielfache Rechenleistung erbringen – und diese wird auch dringend benötigt, denn das weltweite Datenvolumen wächst beständig.

Wer sich noch an alte Floppy Disks erinnert – oder sogar an Lochkarten und Magnetbänder – staunt bereits über die aktuellen Datenvolumen, mit denen man täglich umgeht: Früher passten auf solche Datenträger wenige Kilobyte, später einige Megabyte, doch heute befinden sich schon im kleinsten Smartphone, Tablet PC und Laptop etliche hundert Gigabyte an Speicherplatz, mehrere Terabyte Festplatten sind an den meisten Arbeitsplätzen keine Seltenheit mehr. Und das Speichervolumen von Clouds spottet jeder Beschreibung: Etwa ein Drittel aller Daten werden mittlerweile fernab des eigenen Rechners oder des eigenen Systems in Serverfarmen und in der virtuellen „Datenwolke“ gespeichert.

Das weltweite Datenvolumen verdoppelt sich alle zwei Jahre

Doch die Datenvolumen, mit denen wir in nur wenigen Jahren umgehen werden, sind noch um ein Vielfaches höher: Berechnungen zufolge verdoppelt sich die verarbeitete Menge an Daten alle zwei Jahre, so dass im Jahr 2020 40 Zettabyte im Umlauf sein sollen, wie der Anbieter von IT-Marktbeobachtungen IDC und der Hersteller von Speichern EMC errechnet haben. Dies läge unter anderem daran, dass immer mehr Daten jeglicher Art von Unternehmen, Organisationen, Behörden und Staate digital gespeichert werden.

Längst sind es nicht mehr nur Akten, Adressen und andere, arbeitsbezogene Informationen, für die die Speichermedien Platz schaffen müssen, jeder einzelne User sorgt mit seinen Datenbanken, Texten und Bildern, aber auch nur mit seinen E-Mail-Adressen und -Inhalten, den Webseiten, der Beteiligung an Social Networks und mit jeder einzelnen Suchanfrage im Internet für weitere Datenmengen. Hierzu kommen die digitalen Informationen aus Überwachungskameras, Filmmaterial, Bibliotheken oder auch wissenschaftlichen Forschungsergebnissen neben so gut wie jedem denkbaren, anderen Verwendungszweck.

Wenn Gigabyte und Terabyte nicht mehr ausreichen: Rechner arbeiten mit Exabyte und Zettabyte

Um diese schon jetzt gewaltigen Leistungen zu erbringen, müssen die verwendeten Computer ebenso erstaunliche Speicherausmaße annehmen – man geht von vielen hundert Exabyte aus, die in den diversen Speichermedien vorhanden sind. Die Server für die Cloud hatten schon vor zwei Jahren 329 Exabyte erreicht, 4,1 Zettabyte werden innerhalb der nächsten drei Jahre erwartet, während sich die hier gespeicherten Bestände an Daten bis Ende 2013 auf 40 Prozent steigern sollen. Zur Lagerung und Bearbeitung der gespeicherten Daten soll der US-Geheimdienst NSA, der derzeit durch seine Datenspionage heftiger Kritik ausgesetzt ist, sogar Computer einsetzen, deren Volumen in Yottabyte gemessen wird – eine Datenmenge, die man sich als gewöhnlicher User kaum vorstellen kann.

Bild:Server von getButterfly, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
VN:F [1.9.18_1163]
0.0 / 5.0 - 0 Bewertungen
 
 

Hinterlasse eine Meinung zu: Digitale Daten: Volumen wird in sieben Jahren 40 Zettabyte erreicht haben

* Pflichtfeld - E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht!