Yahoo: Steigende Gewinne bei schwachem Umsatz

17. Juli 2013 - 10:11 - keine Kommentare

Yahoo-CEO Marissa Mayer hat die aktuellen Zahlen für ihr Unternehmen vorgestellt: Der schwächelnde Internet-Riese konnte demnach im zweiten Quartal 2013 mit einer gewaltigen Gewinnsteigerung die Teilhaber und Investoren zufriedenstellen, doch die Umsätze bewegten sich unterhalb der Erwartungen für das laufende Jahr.

Für den Internet-Konzern Yahoo hat sich das zweite Quartal 2013 als ausgesprochen lukrativ erwiesen: Unter der neuen Chefin, CEO Marissa Mayer, konnte das Unternehmen zwischen April und Juni 331 Millionen Dollar als Gewinn einspielen – eine Steigerung von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Managerin fühlte sich durch die Leistungen ihrer Firma „ermutigt“ und betonte die Innovationskraft neuer vorgestellter Produkte, die im wöchentlichen Rhythmus erschienen wären. Besonders die Entwicklung neuer Technologien und der Anpassung und Verbesserung von Werbeformaten wurden von ihr gelobt.

Marissa Mayer stellt Yahoo-Quartalszahlen vor

Marissa Mayer, ehemals eine der Top-Managerinnen bei Google, wurde vor rund einem Jahr zur Konkurrenz von Yahoo geholt, um als CEO den früheren Glanz eines der ersten erfolgreichen Internet-Unternehmen wiederherzustellen: Zu Beginn des neuen Jahrtausends war Yahoo eine der wichtigsten Anlaufstellen für News und Informationen, E-Mail-Dienste und sozialem Austausch und auch als Suchmaschine, um durch die noch unwegsamen Weiten des Netzes zu manövrieren.

Doch die Konkurrenz konnte sich weiterentwickeln und letztlich den Entrepeneur überflügeln – Yahoo wurde auf die hinteren Plätze verwiesen. Mit Mayer als neuer Chefin sollte sich dies ändern und die 38-jährige machte sich auch sofort ans Werk: Die neuesten Zahlen des Online-Konzerns beweisen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist, während es in den Details noch Verbesserungsmöglichkeiten zu geben scheint.

Yahoo-Gewinne steigen, Umsätze sinken

Bei den positiven Nachrichten zum Gewinn von Yahoo bleibt jedoch auch ein Wermutstropfen: Parallel zum um 46 Prozent gestiegenen Gewinn ist der Umsatz um sieben Prozent eingebrochen und betrug nur noch 1,1 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen musste daher seine Umsatzprognose für das laufende Jahr auf 4,45 bis 4,55 Milliarden korrigieren – zuvor ging man noch von Umsätzen zwischen 4,5 und 4,6 Milliarden Dollar aus.

Während diese Entwicklung also bei den Investoren und Teilhabern von Yahoo ein lachendes und ein weinendes Auge hervorrufen dürfte, wird auch klar, dass die gewaltige Schere, die zwischen Umsatz und Gewinn klafft, vor allem auf Kosten der Belegschaft und der Firmengröße gehen: Solche Gewinne einzufahren, während der Umsatz nicht ebenso steigt, deutet auf massive Einsparungen in den Ausgaben hin – und Mitarbeiter kosten ein Unternehmen immer am meisten. Yahoo wird aller Wahrscheinlichkeit nach den eingeschlagenen Weg, Internet-Firmen aufzukaufen, selbst neue Produkte zu entwickeln und dabei trotzdem weiter zu schrumpfen, auch in den restlichen Monaten des Jahres weitergehen wird.

Bild:Marissa Mayer von TechCrunch50-2008, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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