Alternative für Deutschland und Piraten: An der aktuellen Politik vorbei

14. Juli 2013 - 07:24 - 6 Kommentare

Lange Zeit hatte es so ausgesehehen, als wenn zumindest die Alternative für Deutschland aufgrund der Euro-Krise sich problemlos im Bundestagswahlkampf 2013 positionieren kann. Allerdings wird das aktuelle Geschehen in der Politik von den Abhörskandalen bestimmt und zu dieser Thematik scheint die AfD keine Meinung zu haben. Den Piraten, denen dies regelrecht auf die Fahnen geschrieben wird, gehen im Alltag immer weiter unter. Die Umfragewerte beider Parteien lassen vermuten, dass man diese bei der Wahl im September nur “unter weitere Parteien” finden wird.

Zwar wurde in dieser Woche wieder einmal über neue Hilfszahlungen für Griechenland diskutiert, aber da sich das Mittelmeerland mittlerweile klar auf Reformkurs begeben hat, ist es äußerst ruhig um die Euro-Krise geworden. Diese war einst die perfekte Gründungsplattform für die Alternative für Deutschland gewesen, die sich dank der Krise wie Phönix aus der Asche erheben konnten und mit ihrer “Anti-Euro”-Politik vielerorts auf Zustimmung stießen. Mit einer Forderung nach “einer geordneten Auflösung des Euro-Gebietes” hatte man angesichts der ständigen Hilfszahlungen bei zahlreichen Wählern Gehör gefunden. Doch bis sich die AfD wirklich im Konzert der Großen positioniert hatte, war die Euro-Krise schon längst kein aktuelles Thema mehr.

Alternative für Deutschland und Piraten: An der aktuellen Politik vorbei

Dies scheint das grundsätzliche Problem der AfD und der Piraten zu sein – sie finden keinen Zugang zur aktuellen Politik. Selbst die Abhörskandale, die den Piraten in die Karten spielen müssten, helfen den beiden Parteien nicht in Umfragewerte signifikant zu erhöhen. Mit jeweils zwei Prozent würden derzeit sowohl die Alternative für Deutschland als auch die Piraten den Einzug in den Bundestag verpassen. Zumindest haben sie dabei etwas mit der SPD gemein, die sich gegen allgemeine Beliebtheit von Angela Merkel ebenfalls nicht behaupten kann. Die Kanzlerin wird die Wahl zugunsten der Union entscheiden, weil sie einfach keine Angriffsfläche bietet und alle aufkommenden Krisen im Keim erstickt. Nach der Bundestagswahl werden wohl die Piraten und die AfD ein Relikt der Vergangenheit sein.

Bild:Piraten-Partei von mrbendig, CC BY – bearbeitet von borlife.

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Kommentare zu Alternative für Deutschland und Piraten: An der aktuellen Politik vorbei

Zu diesem Beitrag gibt es 6 Kommentare.

von Martin am 14. Juli 2013 - 09:13 Uhr

Die Alternative für Deutschland bezieht klar Stellung zu dem Abhörskandal…

https://www.alternativefuer.de/de/aktuelles/302/.html

von Christiansen am 14. Juli 2013 - 11:30 Uhr

…die FREIEN WÄHLER werden, dank ihrer jahrzehntelangen kommunalen Kraft, beide “überleben”.
Christian G. Christiansen, Berlin

von jens am 14. Juli 2013 - 12:09 Uhr

also so ein beschissener Bericht !!! aktuell bei den gefakten Umfragen genau! und die Merkel erstickt Probleme im Keim ? die Eurokrise ist vorbei? wir sind erst am Anfang oder mittendrin!
und Wahlprogramm lesen hilft! wir werden am 22.September sehen wer in den Bundestag einzieht ! ein Hoch auf die AFD und Danke das es Euch endlich gibt!

von Noch_n_Martin am 14. Juli 2013 - 13:55 Uhr

Oder auch hier wird ganz klar Stellung bezogen: http://www.afdbayern.de/abhoraffare-alternative-fur-deutschland-fordert-luckenlose-aufklarung/

Übrigens kann ich nur das Programm empfehlen: https://www.alternativefuer.de/de/wahlprogramm.html

von Ralph Metzger am 14. Juli 2013 - 22:01 Uhr

Wer hat denn diesen Artikel geschrieben ?

die Wahl findet erst im September statt und Frau Merkel ist zwar ruhig (wie immer) aber sie verliert immer mehr an Glaubwürdigkeit.

Wir Bürger sind nicht doof.

Wir merken sehr genau, das mit Prism und Tempora Dinge aufgedeckt wurden, die unser persönliche Freiheit sehr einschränken und das wir von Herrn Friedrich in den USA verraten wurden.

Wir sehen auch dass die Eurokrise nur verschoben werden soll, scheinbar benötigen die Südstaaten mehr Geld schon vor unserer Deutschen Bundestagswahl, bin gespannt, wie Schäuble die nächte Woche in Griechenland empfangen wird.

Also lasst diesen Unfung und berichtet lieber über wichtigere Dinge !

Beste Grüße
Ralph Metzger

von Michaela Merz am 23. Juli 2013 - 18:14 Uhr

Knapp daneben ist auch vorbei. Die Alternative von Deutschland hat sich mehrfach und deutlich zu #Prism etc,. positioniert. Für die AfD sind die Bürgerrechte auch im Internet nicht verhandelbar. Im Gegensatz zu den Piraten sind wir allerdings Realisten die verstehen, dass man mit ein paar Cryptoparties und Mahnwachen nichts erreichen kann. Deswegen wird die AfD Anfang August einen 5-Punkte-Plan für ein “Digitales Deutschland” vorstellen, welcher seriöse und richtungsweisende Lösungsvorschläge enthält. Stay Tuned 🙂

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