Komische Oper Festival 2013 in Berlin: Acht Premieren locken

28. Juni 2013 - 07:23 - keine Kommentare

Die Spielzeit neigt sich ihrem Ende und das „Komische Oper Festival 2013“ wird in Berlin eine Woche lang, vom 28. Juni bis zum 07. Juli, die Premieren der vergangenen Saison zeigen, deren Inszenierungen von einem Rahmenprogramm eingefasst und kontextuiert werden.

Acht Premieren unterschiedlicher Neuinszenierungen wurden in der vergangenen Spielzeit in der Komischen Oper Berlin aufgeführt, bevor es für einer der großen Opernhäuser der Hauptstadt in die Sommerpause geht, werden sie beim „Komische Oper Festival 2013“ noch einmal hintereinander gespielt. Dabei werden sie durch Kurzeinführungen begleitet, während das Rahmenprogramm auch musikalische und kulinarische Angebote beinhaltet. Nach den Vorstellungen werden Podiumsdiskussionen werden die Werke in einen weiteren Zusammenhang gerückt und das Publikum gewinnt einen Einblick in die Theaterarbeit.

Komische Oper Festival 2013: Acht Premieren der Spielzeit in einer Woche

„Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck (Libretto: Adelheid Wette), inszeniert von Reinhard von der Thannen und ausgestattet von Hans Neuenfels, legt Wert auf die Verbindung des Fröhlichen im alten Grimm’schen Märchen mit den Abgründen der moralischen Erzählung – an der Komischen Oper zollt auch die neue Premierenfassung diesen Aspekten Tribut. Das Stück wird am 28. Juni um 19.30 Uhr aufgeführt.

„American Lulu“ von Olga Neuwirth bearbeitet Alban Bergs „Lulu“ in der Inszenierung von Kirill Serebrennikov neu als allegorische Auseinandersetzung mit der Oper des 20sten Jahrhunderts und der Protestbewegung der 60er. Die Aufführung findet am 30. Juni um 19 Uhr statt.

Pjotr I. Tschaikowskis „Mazeppa“ widmet sich dem Volkshelden aus einer emotionalen und gesellschaftlichen Sicht, die von Ivo van Hove in seiner Neuproduktion eindringlich aufgenommen wird. Am Dienstag, den 02. Juli 2013 wird man sich um 19.30 Uhr darauf einlassen können.

Die Jazz-Operette „Ball im Savoy“ von Paul Abraham, mit Texten von Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda, wurde nach 80 Jahren von der Komischen Oper unter Chefregisseur und Intendant Barrie Kosky wiederentdeckt und zeigt sich zeitgemäßer denn je: Am 03. Juli wird sie vor ausverkauftem Haus um 19.30 Uhr gespielt.

„Die Zauberflöte“, Wolfgang Amadeus Mozarts wohl bekannteste Oper, mit einem Libretto von Emanuel Schikaneder, setzt in der Inszenierung von Barrie Kosky und mit der Theatergruppe „1927“ auf multimediale und erstaunliche Verknüpfung. Am 04. Juli gibt es für die Vorstellung um 19.30 Uhr noch Restkarten an der Abendkasse.

Kaum eine Geschichte eignet sich so gut für eine Oper, wie die des Sängers „Orpheus“: Barrie Kosky inszeniert Claudio Monteverdi und Elena Kats-Chernin (Libretto von Alessandro Striggio, deutsche Textfassung von Susanne Felicitas Wolf) am 05. Juli um 19.30 Uhr. Dem schließen sich am 06. Juli „Odysseus“ und am 07. Juli „Poppea“ um die „Monteverdi-Trilogie“ der Spielzeit 2012/2013 an der Komischen Oper noch einmal Revue passieren zu lassen.

Neuinszenierungen in Berlin unter Intendant Barrie Kosky

Die Einleitungen zu den Stücken werden von den drei Dramaturgen der Komischen Oper jeweils eine halbe Stunde vor der Aufführung im Foyer übernommen: Sie geben Informationen zur Entstehung der Opern, zu den musikgeschichtlichen Hintergründen, der gesellschaftspolitischen Relevanz damals wie heute und der Inszenierung in der Spielzeit.

Das „Komische Oper Festival 2013“ wird vom 28. Juni bis zum 07. Juli 2012 in Berlin stattfinden, die Eintrittskartenpreise richten sich nach den jeweiligen Vorstellungen, rangieren aber zwischen 12 und 85 Euro.

Bild:Komische Oper von bergfels, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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