Siebenschläfertag: Wettervorhersage mit kalten Temperaturen

26. Juni 2013 - 11:12 - keine Kommentare

Am 27. Juni ist der Siebenschläfertag, an dem nicht nur der alten Legende der sieben Schläfer von Ephesos gedacht wird, sondern gemäß einer weniger alten Bauernregel angeblich auch die Wetterbedingungen der kommenden sieben Wochen abgelesen werden können.

Der Siebenschläfertag ist heute weniger durch die christliche Legende bekannt, sondern vielmehr durch die mutmaßliche Vorhersage, die durch das am 27. Juni herrschende Wetter möglich sein soll: Je nachdem wie an diesem Tag das Wetter wird, sollen auch die nächsten sieben Wochen aussehen, sagt eine alte Bauernregel, die es in mehreren Varianten gibt, etwa „Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt“, „Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag“ oder auch „Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass“ – einen handfesten meteorologischen Beweis gibt es dafür in dieser Form jedoch nicht.

Das Wetter am Siebenschläfertag: Christliche Legende, Bauernregel und Jetstream

Anders als der fröhliche Aberglaube um „Punxsutawney Phil“, das Murmeltier, das mit einem Blick auf seinen Schatten am 02. Februar die nächsten sechs Wochen des Winters „vorhersagt“, ist der Siebenschläfertag und die Bauernregel nicht mit dem Nager gleichen Namens verbunden. Vielmehr handelt es sich um einen Heiligengedenktag: Am 27. Juni sollen die Sieben Schläfer von Ephesus in ihrer Höhle, in die sie vor Verfolgung flohen, nach 372 Jahren (zumindest nach manchen Quellen und Berechnungen) erwacht sein.

Die gereimte Prophezeiung in den verschiedenen Variationen der Bauernregel könnte dabei durchaus auch einen Bezug zur Wahrheit haben, wenn man sich plausible Erklärungen ansieht: Durch die Umstellung des Julianischen auf den Gregorianischen Kalender verschob sich auch der Gedenktag – der damalige Siebenschläfertag wäre heute der 07. Juli. Und um diesen Zeitraum zwischen dem 05. und dem 10. Juli konnte eine Häufung der durch den Jetstream ausgelösten Großwetterlage nachgewiesen werden.

Meteorologische Singularitäten: Tatsächlich wiederkehrende Wetterbedingungen

Die hohe Wahrscheinlichkeit ähnlicher Wetterbedingungen, die aufeinander wirken, kann also in der Tat für die Zeit zwischen Ende Juni und Anfang Juli konstatiert werden, während natürlich das Wetter an einem bestimmten Tag, in diesem Fall der 27. Juni, nicht wirklich die nächsten Wochen beeinflussen kann – Tendenzen hingegen sind aus der Beobachtung der Verhältnisse in Europa sehr wohl ablesbar. Eine solche „meteorologische Singularität“ wird eben auch für Ende Juni mit einem „Temperaturrückgang nach kurzer Erwärmung“ beschrieben, wie es zur Zeit erkennbar ist.

An diesem Siebenschläfertag zumindest soll es trocken aber kühl bleiben, mit Temperaturen zwischen 14 und 21 Grad. Auch die Sonne soll ab und zu am 27. Juni 2013 durch die Wolkendecke brechen.

Bild:Regen von Cosmo Flash, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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