Rentenbeiträge: Ab 2014 geringere Beitragssätze erwartet

26. Juni 2013 - 10:10 - keine Kommentare

Innerhalb kürzester Zeit könnten die Beiträge zur Rentenversicherung erneut sinken: Die Bundesregierung geht aufgrund der aktuellen Rücklagen in Verbindung mit Prognosen zur Konjunktur und Beschäftigung davon aus, bereits Anfang 2014 den Beitragssatz unter die aktuellen 18,9 Prozent drücken zu können.

Wenn die Rentenversicherung Rücklagen aufweist, die anderthalb Mal so hoch sind, wie in einem Monat ausgegeben wird, kann man davon ausgehen, dass die Rentenbeiträge der Arbeitnehmer sinken. Seit 2011 ist die bereits mehrmals geschehen – von 19,9 Prozent fielen die Beitragssätze zunächst auf 19,6 und dann auf 18,9 Prozent – und für 2014 erscheint es wahrscheinlich, dass die Beiträge erneut nach unten korrigiert werden. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die „Stuttgarter Zeitung“, die sich laut Medienberichten auf die Haushaltsvorlage durch den Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bezieht.

Die Beiträge zur Rentenversicherung könnten sinken

Während es noch keine Angaben zur tatsächlichen Höhe einer Senkung der Rentenbeiträge gibt – die Daten werden erst im Herbst erwartet – gilt zumindest der Wille einer Ermäßigung als gesichert: Die prognostizierten Entwicklungen der Konjunktur und der Beschäftigungszahlen in den kommenden Monaten sollten das von Heinrich Kolb, Experte für Renten und Vize der FDP-Fraktion im Bundestag, als „Automatismus“ bezeichnete System auslösen, nach dem bei steigenden Rücklagen eine Beitragssenkung bislang jedes Mal beschlossen wurde.

Der Experte betonte, dass es dadurch zu Entlastungen auf Seiten der Arbeitnehmer ebenso käme, wie bei den Unternehmen, wodurch auch die Beschäftigungszahlen stiegen, so dass Kolbe davon abraten würde, aus diesem System ausbrechen zu wollen. Derzeit soll der Rentenversicherungstopf 27,9 Milliarden Euro enthalten, im vergangenen Jahr wurden 29,4 Milliarden errechnet.

Hohe Rücklagen führen zu niedrigen Beitragssätzen

Die Senkungen der Beiträge zur Rentenversicherung sind in den seltensten Fällen für den einzelnen Arbeitnehmer auf großartige Weise spürbar: Beim letzten Absenken von 19,6 auf 18,9 Prozent fielen die Rentenbeiträge bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro im Monat gerade einmal um 10,50 Euro – erst unter Betrachtung aller Einzahler in die Rentenversicherung wird die Bandbreite der Kürzungen ersichtlich.

Die Vorausberechnungen zu den Finanzen in der Rentenversicherung sollen laut der Zeitung zum 01. Januar 2014 bereits zur Senkung der Beitragssätze führen, während das Bundesfinanzministerium die Angaben nicht bestätigte.

Bild:Rentner von garryknight, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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