Bundesregierung möchte Haushalt 2015 mit einem Plus abschließen

22. Juni 2013 - 11:43 - keine Kommentare

In knapp zwei Jahren könnte Deutschland einen historischen Wert beim Bundeshaushalt erreichen und diesen erstmals seit dem Jahr 1969 mit einem Plus abschließen. Trotz der Milliardenbelastungen durch die Flutkatastrophe strebt die Bundesregierung dank der guten Konjunktur und der niedrigen Zinsen einen Überschuss für den Haushalt 2015 an.

Die Pläne der Bundesregierung bezüglich einen ausgeglichenen Haushaltes bis zum Jahr 2017 könnten bereits früher realisiert werden, als man zunächst angenommen hat. Auch die hohen finanziellen Belastungen in Höhe von rund acht Milliarden Euro, die durch die Flutkatastrophe entstanden sind, können die positive Entwicklung mittelfristig nicht beeinflussen. Ziel ist es dabei im kommenden Jahr lediglich Kredit in Höhe von 6,4 Milliarden Euro in Anspruch zu nehmen, um 2015 bereits einen kleinen Überschuss im Haushalt zu erwirtschaften.

Gute Konjunktur und niedrige Zinsen ermöglichen optimistische Prognosen

Die Zielstellung bis zum Jahr 2017 den Haushalt ausgeglichen zu gestalten, wird dabei weit übertreffen. Aktuelle Pläne der Bundesregierung zeigen, dass man zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Milliarden an Plus erwirtschaften und diese zum Schuldenabbau verwenden könnte. Grund für die optimistischen Prognosen sind die anhaltende gute Konjunktur hierzulande sowie die ausgesprochen niedrigen Zinsen. Derzeit muss man für die 1,3 Billionen Euro an Schulden “nur” 29 Milliarden Euro an Zinsen erbracht werden, allerdings waren rund 5,2 Milliarden mehr für diesen Posten vorgesehen. Zusätzliche Einnahmen aus Steuern sowie die Absenkung bei den Gesundheitsfonds bringen weitere Einnahmen.

Bild:Finanzminister Schäuble von World Economic Forum, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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