CSD 2013 in Berlin mit dem Motto: Schluss mit Sonntagsreden! Demonstrieren! Wählen! Verändern!

22. Juni 2013 - 10:11 - keine Kommentare

CSD Berlin

Der 35. Christopher Street Day in Berlin wird auch in diesem Jahr vom Kurfürstendamm bis zum Brandenburger Tor als große Parade gegen Diskriminierung und für gesellschaftliche Anerkennung ziehen. Mit ausgefallenen Kostümen und Musik verbindet die Party auch Informationen und politische Anliegen.

44 Jahre ist es her, dass eine Polizei-Razia im „Stonewall Inn“ in New York zu einem Aufstand der schwulesbischen Community führte – mit dem Christopher Street Day wird einem der wichtigsten Ereignisse der Gay Pride gedacht. In Berlin, wo schon zehn Jahre später, 1979, der erste CSD stattfand, wird auch in diesem Jahr wieder eine schillernde Parade für Gleichberechtigung, Anerkennung und eine gute Zeit eintreten. Schon zum 35sten Mal wird die Berlin Pride die Regenbogenfahne schwenken, extravagante Fummel und viel nackte Haut präsentieren, wenn über 700.000 begeisterte Lesben, Schwule, Transgender, Bisexuelle, Intersexuelle und Heterosexuelle zusammen feiern.

Christopher Street Day: Zum 35. Mal in Berlin

Während das gemeinsame Feiern beim CSD 2013 in Berlin für Spaß und Stimmung sorgt, sollte dennoch nicht vergessen werden, dass es beim Christopher Street Day auch um ein politisches Anliegen geht – die diesjährige Demonstration nimmt sich daher die aktuellen Entscheidungen der Verfassungsrichter zu der steuerlichen Gleichstellung von Lebenspartnerschaften und den Forderungen nach völliger, rechtlicher Gleichbehandlung, beispielsweise beim Adoptionrecht, zum Anlass und hat sich als Motto „Schluss mit Sonntagsreden! Demonstrieren! Wählen! Verändern!“ ausgesucht – die CDU wurde vom CSD aufgrund verschiedener Aussagen ausgeschlossen.

Zudem wurde in Russland jüngst ein Gesetz verabschiedet, das sogenannte „homosexuelle Propagande“, zu der auch Aufklärung gehört, verboten wurde, während in den USA zumeist religiös-konservative Gruppen immer wieder Schwule und Lesben anfeinden – der Weg zur vollständigen Anerkennung ist noch immer lang und steinig, auch wenn in vielen Ländern der Erde und selbst einigen US-Bundesstaaten gleichgeschlechtliche Ehen und Lebenspartnerschaften rechtlich beschlossen wurden.

CSD Motto 2013: Schluss mit Sonntagsreden! Demonstrieren! Wählen! Verändern!

Mit Lebensfreude, bunten Kostümen, guter Musik und Partystimmung feiert die Gay Community in Berlin am 22. Juni den CSD 2013: Lesben, Schwule, Transgender, Bi- und Intersexuelle sorgen auf diese Weise für Öffentlichkeit und stehen für ihre Rechte ein, während der Christopher Street Day auch immer eine Mischung aus Party-Event und Botschaft ist: Die Forderungen, die noch ausstehen, und jene, die bereits umgesetzt wurden, seitdem der Kampf um Anerkennung in der Gesellschaft begann, werden gleichermaßen gefeiert.

Am 22. Juni 2013 startet die Parade am Kurfürstendamm, Ecke Joachimstaler Straße. Die Route wird dann über den Tauentzien zum Wittenbergplatz und weiter zum Nollendorfplatz führen, zum Lützowplatz abbiegen und zum Großen Stern mit der Siegessäule weiterziehen. Von dort geht es über die Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor, wo ab 16.30 Uhr das Bühnenprogramm bis spät in die Nacht gehen wird – danach wird dann bei diversen Partys in der Hauptstadt weitergefeiert.

Bild:CSD Berlin von oh-berlin.com, CC BY – bearbeitet von borlife.

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