Handball: Deutschland steht nach Niederlage in Montenegro vor dem EM-Aus

13. Juni 2013 - 06:52 - keine Kommentare

Die deutsche Nationalmannschaft braucht nach der 25:27-Niederlage in Montenegro bereits ein kleines Wunder, um doch noch den Sprung zur Europameisterschaft 2014 in Dänemark zu schaffen. Dabei benötigt das DHB-Team ausgerechnet von dem Kontrahenten Hilfe, der gestern als Sieger vom Feld ging.    

Das Duell zwischen Montenegro und Deutschland hatte bereits einen Endspielcharakter, denn besonders das DHB-Team stand unter gewaltigem Druck. Nach der Hinspielpleite gegen die Handballer von der Adriaküste sowie der weiteren Niederlage in Tschechien lag das Team von Bundestrainer Martin Heuberger auf dem zweiten Platz, der zur Teilnahme an der Europameisterschaft 2014 in Dänemark berechtigt. Doch es folgte eine weitere Niederlage in Podgorica, der Hauptstadt von Montenegro. Da zeitgleich die Tschechen den Außenseiter Israel schlugen, rutscht das DHB-Team auf den dritten Platz ab. Vor dem abschließenden Spieltag am Samstag steht die Nationalmannschaft mit dem Rücken zur Wand.

DHB-Team verliert 25:27 in Podgorica

Dabei gelang der deutschen Mannschaft bei der Partie in Podgorica, der Hauptstadt Montenegros, ein guter Start. Aus einer sicher agierenden Abwehr heraus versuchte das Team von Bundestrainer Martin Heuberger druckvoll im Angriff zu agieren, zeigte jedoch große Schwächen in der Chancenverwertung auf. Trotzdem führte Deutschland nach 26 Minuten mit 11:9, ehe ein erster Knackpunkt folgen sollte. Bis zum Pausenpfiff gelang Montenegro ein 4:0-Lauf, der die Gastgeber mit zwei Treffern in Führung brachte.

Im zweiten Durchgang blieb die Partie umkämpft, doch weder Deutschland noch Montenegro konnten sich vorerst entscheidend absetzen. Besonders im Angriff machte sich bei dem DHB-Team die Verletzungsproblematik bemerkbar, denn gleich mehrere offensivstarke Spieler sagten für das Qualifikationsspiel ab. Die Folge vieler vergebener Chancen war ein 16:20-Rückstand etwa 15 Minuten vor Ende der Begegnung. Zwar kämpfte sich die deutsche Mannschaft noch einmal in die Partie zurück, doch in den Schlussminuten wirkte sie kopf- und planlos und verlor folgerichtig mit 25:27. Dabei waren Stefan Kneer und Patrick Wiencek mit jeweils vier Toren die besten Werfer des DHB-Teams.

Deutschland hofft auf Schützenhilfe Montenegros

Nun benötigt die deutsche Nationalmannschaft ein kleines Wunder, damit doch noch der Sprung zur Endrunde der Europameisterschaft 2014 in Dänemark gelingt. Das DHB-Team muss am Samstag in Aschaffenburg Israel schlagen und gleichzeitig hoffen, dass die bereits für die Europameisterschaft qualifizierten Montenegriner Tschechien schlagen. Sollte dieser Fall nicht eintreten, würde nach zuvor zehn geglückten Versuchen erstmals eine deutsche Mannschaft in der Qualifikation zur Europameisterschaft scheitern.

Bild: Handball-WM 2013 von Giåm, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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