Beschwerden bei Flugreisen: Passagiere ärgern sich über Fluggesellschaften

6. Juni 2013 - 12:57 - keine Kommentare

Fliegen ist mittlerweile preiswert, sicher und bequem, nicht zuletzt durch die Angebote von Billigfliegern. Doch nicht jeder Fluggast macht gute Erfahrungen über den Wolken: Die Verbraucherschützer von „Fairplane“ haben nun ihre Statistik der häufigsten Beschwerden von Flugpassagieren veröffentlicht.

Schlechter Service und unfreundliches Personal können manche Flugreise zu einem unschönen Erlebnis machen, doch bei stundenlangen Verspätungen, schlecht organisierten Anschlüssen, verlorenen Koffern oder gestrichenen Flügen werden aus den Ärgernissen handfeste Beschwerdegründe, die unter Umständen auch regresspflichtig sind. Verschiedene Verbraucherschutz-Organisationen sorgen dafür, dass Flugpassagiere zu ihrem Recht und ihrem Geld kommen. Eine von ihnen hat nun ihre Aufstellungen über diejenigen Fluggesellschaften bekannt gegeben, die besonders häufig mit Beschwerden konfrontiert werden.

Fluggesellschaften: 55 Prozent der Beschwerden fallen auf die ersten drei Plätze

Die ersten drei Plätze sind gemeinsam für 55 Prozent der registrierten Beschwerden verantwortlich. Laut den „Fairplane“ Daten vereinte Air Berlin 22 Prozent der gemeldeten Beschwerden auf sich. Durch gecancelte Flüge, Verspätungen oder Überbuchungen fühlten sich jene Passagiere, die sich an die Plattform wendeten, genötigt, Ansprüche geltend zu machen – im Durchschnitt fielen so 405 Euro pro Fluggast an. Kurz dahinter kommen die Flüge von Condor, die 20 Prozent des Beschwerdeaufkommens ausmachten mit einem Ausgleichsanspruch von durchschnittlichen 463 Euro. Für den Gründer von „Fairplane“, Andreas Sernetz, liegt dies an den angebotenen Charterflügen für Urlaubsreisende. Hierbei käme es besonders oft zu verspäteten Flügen, während das „restriktive Beschwerdemanagement“, so Sernetz, ebenfalls an den Ergebnissen der Statistik beteiligt sei.

Die größte Fluggesellschaft aus Deutschland, die Lufthansa, gesellt sich auf Platz drei dazu und macht 13 Prozent der Meldungen aus. Bei der Größe des Passagieraufkommens von 75 Millionen Personen im Jahr ist die Anzahl der Beschwerden verhältnismäßig gering, der Anspruch auf Ausgleich beläuft sich hier auf 423 Euro. Bei der SunExpress ist es genau umgekehrt: Die größte Fluggesellschaft aus der Türkei befördert etwas unter 8 Millionen Passagiere, muss aber häufige Beschwerden – 5 Prozent auf der Skala der Verbraucherschützer – in Kauf nehmen.

Flugverspätungen und Überbuchungen: Verbraucherschützer veröffentlichen Beschwerdestatistik

Die sehr kleine German Sky Fluggesellschaft hing als Vermittler der Sky Airlines Fluggesellschaft an deren Beschwerdemeldungen und kommt auf Platz 5 mit 4 Prozent – beide haben den Betrieb mittlerweile eingestellt. Ryanair, die bekannteste und erfolgreichste Fluggesellschaft unter den Billiganbietern, kommt mit ebenfalls 4 Prozent auf den sechsten Platz. Die geringe Erwartungshaltung der Passagiere an die Billigflieger könnte auch das geringe Beschwerdeaufkommen erklären. Mit jeweils drei Prozent werden in der „Fairplane“-Statistik Iberia, EasyJet und Tui auf den hinteren Plätzen genannt, die restlichen 22 Prozent verteilen sich in unterschiedlicher Höhe auf die weiteren Airlines.

Bild:Erhält die meisten Beschwerden von Passagieren – Air Berlin von Deanster1983, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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