Kinostarts am 06.06.2013: After Earth und Before Midnight

5. Juni 2013 - 16:00 - keine Kommentare

In der Kinowoche vom 06. Juni 2013 werden verschiedene Formen von Beziehungen beleuchtet: Vater-Sohn-Beziehungen in „After Earth“, „Das wundersame Leben des Timothy Green“ und „Snitch“, eine Paar-Beziehung in „Before Midnight“ und Schauspieler-Beziehungen in Alain Resnais’ „Ihr werdet euch noch wundern“.

Regisseur Richard Linklater bringt Ethan Hawke und Julie Delpy alle neun Jahre wieder zurück ins Kino. „Before Midnight“ folgt „Before Sunrise“ und „Before Sunset“ dabei, die Beziehung von Jesse und Celine auszuloten. Wie auch bei den Vorgängerfilmen stehen die Dialoge, an denen die Schauspieler selbst mitschrieben, im Vordergrund und der fortlaufende Versuch, moderne Beziehungsprobleme darzustellen. Auch dieses Mal gelingt das Unterfangen, so dass auch „Before Midnight“ bald den gleichen Kultstatus genießen dürfte, wie die Filme aus den Jahren 1995 und 2004.

Kinostarts am 06.06.2013: Zwischen Drama, Tragödie und Komödie

M. Night Shyamalan hat mit Will Smith und dessen Sohn Jaden einen ungewöhnlichen und komplexen Science-Fiction-Film geschaffen. „After Earth“ erzählt einerseits von einer Zeit, in der die Menschheit die Erde verlassen musste, da sie zu gefährlich zum bewohnen wurde, andererseits von einer Vater-Sohn-Beziehung. Kitai und sein Vater Cypher müssen auf der Erde notlanden und sich gegen eine mysteriöse Kreatur wehren, während sie erst lernen müssen, sich aufeinander zu verlassen. Der Sixth-Sense-Regisseur verbindet Survival Horror, klassische Science Fiction und ein Beziehungsdrama mit einer ausgeklügelten Hintergrundgeschichte.

In „Das wundersame Leben des Timothy Green“ stellen Jim und Cindy (Jennifer Garner), die keine Kinder haben können, alle Eigenschaften zusammen, die ihr perfekter Sohn haben sollte – und urplötzlich steht dieser vor ihnen. Timothy ist aus den Wünschen der „Eltern“, die sie im Garten vergruben, gewachsen und muss sich nun in der Welt zurechtfinden, ebenso wie Cindy und Jim, die sich in die neue Situation finden müssen. Die Prämisse von Peter Hedges’ modernem Märchenfilm erinnert zunächst an Christine Nöstlingers „Konrad oder Das Kind aus der Konservendose“, geht dann aber zwar zauberhafte, wenngleich auch konservativere Wege.

Altmeister Alain Resnais („Hiroshima, mon amour“, „Letztes Jahr in Marienbad“) hat für „Ihr werdet euch noch wundern“ eine erstaunliche Riege großartiger Schauspieler aus Frankreich vereinigt, um auf experimentelle Weise hinter die Kunst des Kinos, des Theaters, des Performativen und des Individuellen zu blicken. Mathieu Amalric, Lambert Wilson, Michel Piccoli, Sabine Azéma, Hippolyte Girardot und etliche weitere spielen sich selbst bei dem Versuch als letzten Wunsch eines befreundeten Theaterschriftstellers die schauspielerischen Leistungen junger Darsteller zu bewerten, um dann selbst in deren Rollen zu verfallen.

Neu im Kino: Dwayne Johnson, ein schweizer Kinderfilm und eine Künslter-Dokumentation

Dwayne Johnson ist wieder mit Action zurück im Kino: Dicht auf „G.I. Joe – Die Abrechnung“ und „Fast & Furious 6“ wird er in „Snitch – Ein riskanter Deal“ nun für Susan Sarandon undercover in eine Verbrecherorganisation gehen, um die nötigen Beweise zu liefern, die seinen Sohn vor dem Gefängnis retten könnten. Regisseur Ric Roman Waugh geht dabei einen ungewohnt realistischen Weg, bei dem zwar nicht auf Explosionen und Verfolgungsjagden verzichtet, jedoch die Distanz anderer Actionfilme zu ihrem Metier regelmäßig unterschritten wird.

Mit „Clara und das Geheimnis der Bären“ hat Tobias Ineichen einen klassischen Abenteuer-Kinderfilm geschaffen. Die 13-Jährige Clara kommt in einem Bergdorf in der Schweiz einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur, einer alten Legende und einem zerstörerischen Fluch. Vor zweihundert Jahren wurde hier die sogenannte „Bärenfrau“ als Hexe verbrannt. Nun muss Clara mit ihrem Freund Thomas versuchen, die Geschichte zu entschlüsseln.

Michael Trabitzsch hat mit seinem Porträt „Max Beckmann – Departure“ einem der herausragendsten Künstler des vergangenen Jahrhunderts ein dokumentarisches Denkmal gesetzt, das mit dessen Werken, Auszügen aus Briefen und Schriften, sowie Aufnahmen von wichtigen Orten im Beckmann’schen Schaffen ausgestattet wurde, um sich so der Bedeutung des Malers im Wandel seiner Wirkungsjahre und darüber hinaus zu nähern.

Bild: Hauptdartsteller in „After Earth“ – Will Smith von Walmart Corporate, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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