Unschuldig im Gefängnis auf Vox: Justizopfer und ihr Kampf

1. Juni 2013 - 21:07 - 2 Kommentare

Die Samstagsdokumentation „Unschuldig im Gefängnis – Justizopfer und ihr Kampf gegen Fehlurteile“ wird auf Vox aufzeigen, was passieren kann, wenn Gerichte falsch entscheiden. Süddeutsche TV spricht mit Opfern über die Hintergründe und die Auswirkungen ihrer ungerechtfertigten Haftstrafen.

Nachdem Vox sich bereits am vergangenen Wochenende mit dem Alltag hinter Gittern beschäftigte, beleuchtet die Samstagsdokumentation von Süddeutsche TV dieses Mal das heikle Thema von Justizfehlern: „Unschuldig im Gefängnis – Justizopfer und ihr Kampf gegen Fehlurteile“ arbeitet einige Fälle auf, in denen auf spektakuläre Weise falsch entschieden wurde – neben oftmals langjährigen Haftstrafen müssen die Opfer nach ihrer Entlassung auch mit den Vorurteilen der Gesellschaft, Anfeindungen, psychischen Problemen, Arbeitslosigkeit und dem Streiten um Wiedergutmachung kämpfen.

Unschuldig im Gefängnis: Samstagsdokumentation auf Vox

Der Fall von Monika de Montgazon ging in die Geschichte der Fehlurteile ein: Sie wurde beschuldigt, durch Brandstiftung ihre krebskranken Vater umgebracht zu haben. Ein Motiv wurde ihr niemals nachgewiesen, doch stützte sich das Gericht auf Brandgutachten, um ihre Schuld zu untermauern. 889 Tage später konnten andere Gutachten ihre Unschuld beweisen und sie wurde aus der ungerechtfertigten Haft entlassen – doch nun kann sie ihren Job als Arzthelferin durch ihre Fehlverurteilung nicht mehr ausüben.

Auch Ralf Witte traf ein hartes Schicksal: Der Familienvater soll sich einem 15-jährigen Mädchen unsittlich genähert haben – trotz eines Alibis mit 30 Zeugen wurde er zu über 12 Jahren Haft verurteilt. Zwar konnte sein Anwalt nach fünf Jahren beweisen, dass das Mädchen gelogen und sogar ein ärztliches Attest fingiert hat und somit seinen Mandanten aus dem Gefängnis holen, doch Ralt Witte ist ein gebrochener Mann. Kinderschänder sind beliebtes Ziel für Angriffe hinter Gittern und trotz seiner Unschuld lastet ihm dieser Ruf an – heute ist er arbeitsunfähig, von Panikattacken geplagt und muss sich zudem mit einem Justizsenator streiten, der sich gegen eine Wiedergutmachung des Justizfehlers stellt.

Süddeutsche TV berichtet über Justizopfer und ihr Kampf gegen Fehlurteile

Auch Hubert Schöpfer muss mit den Spätfolgen eines Fehlurteils leben: Angeblich habe er einen Onkel aus Gier umgebracht und wurde noch vor der Vorlage des Autopsiescheins über Weihnachten ins Gefängnis. Die Untersuchung des Pathologen entlastete ihn von jeglicher Schuld, doch in seinem Dorf in Bayern ist er als Mörder gebranntmarkt.

Die Süddeutsche TV Samstagsdokumentation auf Vox spricht auch mit dem Schauspieler und Arzt Joe Bausch, der neben seiner Tätigkeit im ARD „Tatort“ in der JVA Werl arbeitet. Er schildert seine Eindrücke vom Knastalltag, der gesundheitlichen und psychischen Verfassung der Insassen und der zu Unrecht verurteilten, wenn „Unschuldig im Gefängnis“ am 01. Juni 2013 um 22.10 Uhr gesendet wird.

Bild: (c) Foto: VOX/Süddeutsche Zeitung TV

 
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Kommentare zu Unschuldig im Gefängnis auf Vox: Justizopfer und ihr Kampf

Zu diesem Beitrag gibt es 2 Kommentare.

von Pia am 16. September 2017 - 14:35 Uhr

Ich kann nur sagen pfui Teufel vor unserer Justiz.
Bin Opfer der Justiz und keiner hilft
Pia

von Pia am 16. September 2017 - 14:58 Uhr

Ich wurde Opfer der Justiz…mir wurde mein geliebter Schatz Sohn mit gerade 1 Monat 16 Jahre 2005 ohne Grund und Beschluss vom Jugendamt und Polizei aus dem Schlaf gerissen und in die Psychiatrie gebracht.
Durfte meinen Sohn nicht besuchen
Jahre später hieß es seitens Jugendamt es war ein Missverständnis..
??? Ein Kind psychische seelische Grausamkeit…es war keine Schokolade sondern mein einziger Sohn.
Da ich nie aufhörte um Gerechtigkeit zu kämpfen da die Mitarbeiter vom Jugendamt nicht bestraft wurden
Und die Lüge immer noch aufrecht steht vom Jugendamt..Mama hat sich weggeben da sie dich nicht mehr wolle
Das ist der Grund das ich meinen geliebten Sohn seit 5 Mai 2005 7 Uhr früh nicht mehr gesehen habe.
Vom Amt wurde mir über Landrätin eine psychose unterstellt und ein Fahreignungsgutachten beantragt.. Gott sei Dank hat der Gutachter mir geglaubt und nicht der verlogenen Akte vom Amt..laut Psychiater und Gutachter wollten sie mich Führerschein Entzug Mund Tod machen da sie wissen das ich seit dem Vorfall schwerst gehbehindert bin.
Nun geht’s in die zweite Runde ich bin im Recht habe vor Gericht durch die lügen vom Amt verloren und soll noch Gerichtskosten von knappe 10.000 Euro bezahlen…mit einer Rente von 730 Euro…
Die größten Verbrecher sind Jugendamt und Justiz..
Pfui Teufel

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