iPhone-Hersteller unter Beobachtung: EU-Kommission befragt Mobilfunkanbieter

27. Mai 2013 - 10:54 - keine Kommentare

iPhone Hersteller Apple muss sich auf dem europäischen Markt auf eine Prüfung der Geschäftsstrategien einstellen: Die EU Kommission befragt derzeit Mobilfunkanbieter zu den Verträgen mit dem Elektronik-Riesen und den dadurch entstehenden Auswirkungen auf den Wettbewerb mit anderen Smartphone Herstellern.

In den USA ist Apple nach wie vor ungeschlagener Marktführer für Smartphones und Tablet PCs, in Europa bekommt das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino immer mehr Druck: Der iPhone und iPad Hersteller musste in den vergangenen Monaten zusehen, wie Hauptkonkurrent Samsung auf allen Gebieten die Verkaufsergebnisse steigern konnte – zusätzlich beleuchtet die EU-Kommission nun auch Apples Verträge mit Mobilfunkanbietern zu möglichen Klauseln, die dem Wettbewerb zuwiderlaufen könnten, wie Medien unter Berufung auf die „Financial Times“ berichten.

iPhone Hersteller unter Beobachtung: EU Kommission befragt Mobilfunkanbieter

Noch soll keine offizielle Untersuchung durch die EU-Kommission eingeleitet worden sein, doch zumindest wurde Mobilfunkanbietern ein neun-seitiger Fragebogen zugesendet, mit dem festgestellt werden soll, ob Apple auf unlautere Weise die Konkurrenz aus dem Wettbewerb verdrängen will. So will die EU wissen, ob der iPhone Hersteller eine Mindestabnahmemenge festlegt, ob Vorteile aus Vertragsklauseln entstehen, in denen bessere Vertriebs- und Verkaufsbedingungen als bei der Konkurrenz festgeschrieben sind.

Auch die technischen Gegebenheiten bei Apple stehen unter der Beobachtung der EU: Der Verdacht bestünde, dass das iPhone 5 gezielt für das LTE-Netz eingeschränkt wurde und dass diese Kompatibilitätsbeschränkung gegen kartellrechtliche Bestimmungen verstoßen könnte, wie die Wirtschaftszeitung zitiert wird.

Apple-Verträge: Wettbewerbsvorteil wird geprüft

Laut der New York Times hätten etliche Mobilfunkanbieter in Europa private Beschwerde gegen die Apple-Verträge eingereicht, wobei es jedoch aufgrund der starken Position der Konkurrenz – in erster Linie Samsung mit seinen Galaxy-Modellen – schwer fiele, den Wettbewerbsvorteil des iPhones zu beweisen, der aus solchen Verträgen entstünde. Von Apples Seite aus hieß es, das Unternehmen würde in allen Punkten das geltende EU-Recht befolgen.

Bild: Apple von The D34n, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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