Export: DIHK senkt Wachstumsprognose

23. Mai 2013 - 11:54 - keine Kommentare

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat 24.000 exportierende Firmen nach ihren Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung gefragt und ein eher verhaltenes Ergebnis erzielt: Jedes achte Unternehmen glaubt daran, das die Ausfuhren von deutschen Waren in weiteren Verlauf des Jahres abnehmen.

30 Prozent der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag befragten Unternehmen sprachen sich in der Konjunkturumfrage für den Frühsommer 2013 gehen davon aus, dass sich die Exporte in diesem Jahr steigern werden, doch die Wachstumsprognosen sehen im Allgemeinen nicht gut aus: Der DIHK hat seine Einschätzungen beinahe halbiert. Nahm man vor der Befragung von 24.000 Firmen aus dem Export-Bereich noch ein Wachstum von 0,7 Prozent an, wurde diese Prognose nun auf 0,3 Prozent nach unten korrigiert. Gründe für die verhaltenen Aussichten werden in der sich nur langsam stabilisierenden Wirtschaftslage in Europa gesehen und in der schlechten Witterung im ersten Quartal 2013 und darüber hinaus.

DIHK Konjunkturumfrage: Unternehmen rechnen mit geringem Wachstum

Der auf mehreren Ebenen ungeeignete Auftakt des neuen Jahres wirke sich laut dem Bericht der „Konjunkturumfrage Frühsommer 2013“ noch längere Zeit auf die Annahmen zum Wirtschaftswachtsum aus. Für 2014 allerdings rechnen die meisten Unternehmen mit deutlichen Verbesserungen, so dass das Wachstum mehr als ein Prozent erreichen könnte. Die Erwartungen an den ausländischen Absatzmarkt seien verhalten zuversichtlich und ein „flacher Aufwärtstrend“ werde angenommen.

Während der Entwicklung der Exporte weiterhin skeptisch gegenüber gestanden werde, seien die befragten Unternehmen jedoch an größeren Beschäftigungszahlen interessiert: 250.000 Stellen könnten in den kommenden Monaten geschaffen werden. Die Investitionsabsichten hingegen stagnieren, was vom DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben auf Unsicherheit zurückzuführen sei, wie auch auf die geplanten Steuererhöhungen.

Export: Verhaltene Aussichten für Ausfuhren

Anfang 2013 wurde noch auf eine Verbesserung der Ausfuhrzahlen gehofft, doch die vergangenen vier bis fünf Monate haben gezeigt, dass die deutsche Wirtschaft nicht unabhängig von den finanzpolitischen Situationen der Euro-Zone sind. Besonders die Krise in Zypern, aber auch die Entwicklungen in Spanien und Frankreich hätten laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag die Export-Erwartungen getrübt, während sich jedoch die Ausfuhren in die USA und in Schwellenländer weiterhin zufriedenstellend gestalteten.

Bild: Deutsche Exporte von Last Hero, CC BY – bearbeitet von borlife.

 
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