Eurovision Song Contest 2013: Das Hadern mit dem Sieg von Dänemark

20. Mai 2013 - 06:56 - keine Kommentare

In Deutschland herrscht nach dem enttäuschenden Abschneiden beim Eurovision Song Contest 2013 große Tristess. Statt Dänemark und Gewinnerin Emmelie de Forest den Sieg zu gönnen, wird der Song von zahlreichen Medien niedergeschrieben und die Abstimmung in Frage gestellt. Auch der Vorwurf eines “Merkel-Effektes” ist nahezu absurd, ebenso wie die Beeinflussung durch die Prognosen der Buchmacher.

Deutschland ist beim Eurovision Song Contest 2013 nur auf Platz 21 gelandet und ist darüber bitter enttäuscht. Schließlich war dies die schlechteste Platzierung seit dem Auftritt der No Angels und spätestens seit Lena wähnte man sich auf dem musikalischen Olymp. Doch schon beim Vorausscheid “Unser Song für Malmö” hatte die Entscheidung zugunsten von “Cascada” für erheblich Verwunderung gesorgt, denn weder Urteil der Zuschauer aus den Bundesländern noch das Jury-Urteil waren wirklich nachvollziehbar. Anschließend sorgte ein Plagiatsdebatte aufgrund der Ähnlichkeit zum Siegersong “Euphoria” von Loreen für Unruhe, die natürlich auch im Ausland wahrgenommen wurde. Auch wenn Cascada in den Tagen von Malmö Sympathiepunkte sammeln konnte, war die Ähnlichkeit zum Vorjahr einfach unbestritten – taub ist man in anderen Nationen nicht.

Eurovision Song Contest 2013: Das Hadern mit dem Sieg von Dänemark

In diesem Zusammenhang den Gewinnersong “Only Teardrops” von Emmelie Forest aus Dänemark als wenig kreativ zu bewerten, kürt Deutschland zu einem schlechten Verlierer. Man hat einfach verstanden mehrere erfolgreiche Musikstile zu mischen und diese in einem Song zu vereinen – dies hätte man hierzulande auch machen können. Fast zwangsläufig nach einem schlechten Abschneiden wird auch wieder die Punktevergabe bezweifelt, die schon vor wenigen Jahren durch das zusätzlich Jury-Urteil eines jeweiligen Landes modifiziert wurde. Wäre Deutschland wie in den vergangenen Jahren auch in den Top Ten gelandet, hätte niemand etwas gesagt.

Erheblich schlimmer ist es von einem “Merkel-Effekt” und der Unbeliebtheit von Deutschland in Europa im Zusammenhang mit dem Eurovision Song Contest zu sprechen. Da Cascada gerade einmal aus fünf! Ländern Punkte erhalten hat, müsste eigentlich ganz Europa eine schlechte Meinung von uns haben. Aber was haben Belgien, die skandinavischen Länder, die Niederlande oder Russland mit der Finanzkrise zu tun – nichts!

Auch die Theorie, dass die Buchmacher die Entscheidung im Vorfeld beeinflussen werden, ist relativ absurd, schließlich beweist Deutschland genau das Gegenteil. Cascada wurde von den Buchmachern konstant in den Top Ten gesehen und die Prognose ist bekanntlich deutlich in die Hose gegangen. Letztendlich erweist sich Deutschland mit den ganzen Debatten nur als schlechter Verlierer!

 
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